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"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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26.07.2001 -
Montlucon (dpa) - Einen Tag vor dem Einzelzeitfahren über 61 km in Montlucon schlug bei der Tour de France die Stunde des Belgiers Serge Baguet. Das Telekom-Team hatte Erik Zabel etwas zu spät auf die Zielgerade gebracht. Eine Dreier-Spitzengruppe, die Baguet dominierte, rettete 15 Sekunden Vorsprung vor dem Hauptfeld ins Ziel der 17. Etappe von Brive-La Gaillarde nach Montlucon über 194 km.
«Heute hat mir besonders Gian-Matteo Fagnini gefehlt. Die Chancen im Kampf ums Grüne Trikot gegen O`Grady stehen 50:50», sagte Zabel. Der Weltcup-Gewinner aus Unna konnte aber wenigstens im Kampf um das Grüne Trikot wieder etwas Boden gegen den Spitzenreiter der Punktwertung, Stuart O`Grady (Australien), gut machen. Zabel sprintete auf Rang sechs einen Platz vor O`Grady, der jetzt noch elf Punkte Vorsprung hat. An der Spitze des Gesamtklassements änderte sich nichts: Lance Armstrong (USA) führt drei Tage vor Paris weiter mit 5:05 Minuten Vorsprung vor Jan Ullrich (Merdingen).
«Ich hatte zwei Jahre Pause gemacht, weil ich keine Motivation und Lust mehr hatte. Aber ich habe gemerkt, dass Arbeit genauso hart wie Training ist, deshalb bin ich zurück gekommen. Ich bin sehr glücklich darüber», sagte der Tagessieger Baguet. O`Grady stöhnte nicht nur, weil es wieder tropisch heiß war: «Jetzt wird es im Kampf um Grün richtig stressig. Ein Sieg auf den Champs Elysees wäre ein nettes Geburtstagsgeschenk für mich.»
Schon 7 km nach dem Start hatten sich 16 Fahrer vom Feld abgesetzt. Diesmal hatte auch der unermüdliche Alexander Winokurow aus Kasachstan, der am Donnerstag seine letzte Chance auf einen möglichen Etappensieg nutzen wollte, den Sprung in die Ausreißergruppe geschafft. Der Olympia-Zweite von Sydney war mit dafür verantwortlich, dass sich die Spitzengruppe teilweise maximal fast fünf Minuten Vorsprung vor dem Feld erarbeitet hatte.
Vornehmlich der Equipe Bonjour war es anfangs zu verdanken, dass der Abstand im Finale schrumpfte. Das französische Team hatte auf seinen Sprinter Damien Nazon gesetzt. Als 18 km vor dem Ziel nur noch drei Fahrer vorne strampelten, schaltete sich auch Telekom für Zabel in die Verfolgung ein - doch es reichte nicht ganz.
Zabel hatte in den Zwischensprints nichts auf O`Grady gut machen können. Aber der zweifache Etappengewinner aus Unna und sein Team haben sich zum Tour-Finale noch viel vorgenommen. Das Rennen um das Grüne Trikot, das Zabel die vergangenen fünf Jahre trug, und der Kampf zwischen Joseba Beloki (Spanien) und Andrej Kiwilew (Kasachstan) um Platz drei hinter Armstrong und Ullrich ist das einzige, was die Tour noch interessant macht.
Das Feld der deutschen Tour-Teilnehmer ist von zehn auf sieben Fahrer zusammen geschmolzen. Grischa Niermann (Hannover) konnte mit seiner Knieverletzung nicht mehr zum Start der 17. Etappe antreten. Nach dem Massensturz 30 km vor dem Ziel der 16. Etappe hatte sich der 24-Jährige noch bis Sarran geschleppt. Im Krankenhaus wurde eine tiefe Wunde genäht.
Jens Heppner (Gera) war mit gebrochenem Schlüsselbein direkt ins Krankenhaus gebracht worden. Der Zimmernachbar Ullrichs während der Tour wurde zu einem Spezialisten nach München geflogen. Sein Telekom-Kollege Steffen Wesemann (Wolmirstedt) hatte mit einer Magen- Darm-Infektion aufgeben müssen.
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