Profi-Radsport

Nur sechs Monate Sperre für Giro-Dopingsünder Frigo gefordert

28.07.2001 - Rom (dpa) - Giro-Dopingsünder Dario Frigo wird wohl mit einer glimpflichen Strafe davonkommen. Die Antidopingkommission des Nationalen olympischen Komitee Italiens (Coni) forderte für den italienischen Radprofi nur eine Sperre von sechs Monaten, berichtete die Zeitung «La Gazzetta dello Sport».

«Frigo hat sich außergewöhnlich kooperativ gezeigt», begründete Kommissionschef Giacomo Aiello die geringe Strafforderung. Sollte sich die Disziplinarkommission des italienischen Radsportverbands anschließen, könnte der 27-jährige Frigo bereits am 8. Dezember wieder starten.

Bei Frigo waren im Rahmen der Doping-Razzia beim diesjährigen Giro d´Italia am 6. Juni in San Remo Dopingmittel gefunden worden. Sein Team Fassa Bartolo zog den an Position zwei im Gesamtklassement liegenden Profi zwei Tage nach der Razzia vom Rennen zurück und sperrte ihn. Frigo gab den Besitz der Dopingmittel zu, bestritt jedoch jegliches Doping während des Giro.

Außer gegen Frigo ermittelt die Staatsanwaltschaft in Florenz nach der Razzia gegen weiter 85 Personen, darunter rund 60 Profis. Unter den Verdächtigen ist auch Frigos Konditionstrainer Massimo De Ritis. Für Ritis forderte die Antidopingkommission des Coni einen lebenslangen Ausschluss von allen nationalen und internationalen Radrennen. De Ritis war zu mehreren Vorladungen des Coni nicht erschienen.

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