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09.09.2001 -
Valladolid (dpa) - Erik Zabel macht auch die 56. Spanien-Rundfahrt zu seiner Bühne. Nach seinem leichten Sturz zum Auftakt beim 12-km- Zeitfahren in Salamanca gewann der 31-jährige Berliner die zweite Vuelta-Etappe.
Im Massensprint war Zabel, der in diesem Jahr bei der Tour de France drei Etappen gewann und zum sechsten Mal in Folge das Grüne Trikot des besten Sprinters holte, nach 147,2 km in Valladolid nicht zu schlagen.
Der Telekom-Kapitän, der sich intern auch gegen den starken Sprinter Danilo Hondo (Cottbus) durchsetzen muss, verwies Ex- Weltmeister Oscar Freire (Spanien) auf den zweiten Platz. Zabel, der noch nie eine Vuelta-Etappe gewonnen hatte, ist bei der Spanien-Rundfahrt seit 1995 erst das zweite Mal dabei. Genau wie Jan Ullrich hatte er die Vuelta vor sechs Jahren nicht beendet.
Das Ergebnis, bei dem der Weltcup-Gewinner des Vorjahres seinen 26. Saisonsieg feierte, änderte nichts am Gesamtklassement: Der Schotte David Millar, der das Zeitfahren zum Auftakt mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Kolumbianer Santiago Botero gewonnen hatte, behauptete sein Goldenes Trikot des Spitzenreiters im Gesamtklassement. Millar erreichte das Ziel auf Rang neun. Als letzter seiner Team-Kollegen hatte Hondo für Zabel im Finale Tempo gemacht. «Die Zusammenarbeit war perfekt, alle im Team haben mitgezogen», sagte Zabel im Ziel.
Durch seinen Erfolg im ersten Zeitfahren machte Millar sein Missgeschick beim Tour-de-France-Prolog fast vergessen. Vor zwei Monaten in Dünkirchen war der Tour-Prologsieger des Jahres 2000 gestürzt. In Salamanca behauptete er mit einem Stundenmittel von 48,2 km knapp die Spitzenposition und freute sich riesig: «Dieser Sieg bedeutet mir genauso viel wie mein Erfolg bei der Tour im vorigen Jahr.» Bester deutscher Radprofi in Salamanca war der für das spanische Once-Team fahrende Ansbacher Jörg Jaksche, der mit 26 Sekunden Rückstand Neunter wurde.
Zabel hatte einen Sturz nach sieben Kilometern ohne größere Folgen weggesteckt. Der sechsfache Gewinner der Grünen Trikots bei der Tour fuhr in einer Kurve in eine Straßenabsperrung, konnte seine Fahrt aber fortsetzen und verlor auf Millar 1:43 Minuten. Damit erreichte er genau die Zeit des umstrittenen Italieners Marco Pantani, der nach seinem Giro-Ausstieg und der Tour-Demission bei der Vuelta auch Wiedergutmachung betreiben will. Der in Doping-Affären verwickelte Pantani war 29 Sekunden langsamer als der Franzose Richard Virenque, der sich zum ersten Mal nach seiner achtmonatigen Doping-Sperre in einer großen Rundfahrt wieder zeigte.
Das Zeitfahren war überschattet vom schweren Sturz des Tour-de- France-Neunten Marcos Serrano. Der 29-jährige Spanier brach sich das Schlüsselbein und konnte nicht mehr antreten.
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