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11.09.2001 -
Gijon (dpa) - Die Erik-Zabel-Show bei der 56. Spanien-Rundfahrt wird fortgesetzt. Der 31-jährige Berliner feierte seinen dritten Tageserfolg hintereinander. Der Telekom-Kapitän gewann die 4. Etappe von Leon nach Gijon über 175 km und ließ der Konkurrenz erneut keine Chance.
Wie an den Vortagen leisteten seine Team-Kollegen in der Schlussphase, die von einem Massensturz 1500 Meter vor dem Ziel gekennzeichnet wurde, wieder mustergültige Arbeit und chauffierten ihren Chef in die beste Position.
Zabel, inzwischen auch Spitzenreiter in der Weltrangliste vor Lance Armstrong (USA), bedankte sich mit seinem 28. Saisonsieg. Der geschlagene zweite, Ex-Weltmeister Oscar Freire (Spanien), protestierte wegen angeblicher Behinderung durch Zabel. Spitzenreiter der Vuelta-Gesamtwertung ist jetzt der Kolumbianer Salvatore Botero. Sturzopfer David Millar, bisher an Nummer eins, verlor fünf Sekunden und rückte auf Rang zwei.
Lange hatten die Ausreißer Karsten Kroon (Niederlande) und Cesar Garcia Calvo (Spanien) das Rennen, das mit dem Puerto Ventana (1600 Meter) nach 80 km die größte Schwierigkeit aufwies, bestimmt. Aber 14 km vor dem Ziel wurden die beiden vom Feld gestellt. Bei sommerlichen Temperaturen von über 26 Grad in Nordspanien rüsteten die Sprinter nun zur Offensive. Aber gegen einen Zabel in dieser Form ist zurzeit kein Kraut gewachsen. Der Sturz sorgte dafür, dass nur zwölf Fahrer direkt um den Sieg sprinteten.
«Er ist unantastbar. Mein Vuelta-Rekord von 1999, vier Etappensiege in fünf Tagen, wackelt», hatte der frühere Zabel-Konkurrent und jetzt nicht mehr aktive Marcel Wüst (Köln) vor Ende der 4. Etappe erklärt.
Spanische Zeitungen spekulierten schon vom bevorstehenden Ausstieg Zabels aus der laufenden Vuelta. Offiziell ist dazu vom sechsfachen Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France nichts zu erfahren. Aber ein Ausstieg, bevor es ins Hochgebirge der Pyrenäen geht, erscheint sehr wahrscheinlich. So könnte danach auch der Cottbuser Danilo Hondo, der vorerst bei Telekom ins zweite Glied rücken musste, eventuell noch auf seine Kosten kommen und auch auf Etappensiege ausgehen.
Das vorletzte Weltcup-Rennen Paris - Tours am 7. Oktober soll Zabels letztes Saison-Rennen werden. Der Weltcup-Gewinner des Vorjahres eilt seit Februar dieses Jahres von Erfolg zu Erfolg und legt dabei eine Atem beraubende Konstanz an den Tag.
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