Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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25.09.2001 -
Berlin (dpa) - Trotz zahlreicher Ausfälle und Absagen wollen die deutschen Bahnfahrer wie im Vorjahr bei der Weltmeisterschaft international wieder an der Spitze fahren. Während bei den Titelkämpfen in Antwerpen die Verfolger auch mit neuen Gesichtern an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen können, müssen die Sprinter mit fast dem gleichen Personal wie in den Erfolgsjahren ihre Erwartungen diesmal herunterschrauben.
Trotzdem rechnet der BDR mit einer ähnlichen Ausbeute wie 2000, als die Deutschen mit vier Mal Gold, fünf Mal Silber und einmal Bronze das beste Team stellten.
Sprint-Bundestrainer Detlef Uibel bringt zwar in Antwerpen mit dem zweimaligen Olympiasieger Jens Fiedler aus Chemnitz und Titelverteidiger Jan van Eijden (Dudenhofen) zwei Weltklasseathleten an den Start. Aber beide haben eine schwere Saison hinter sich und wissen nicht, wo sie stehen. Van Eijden hat nach einer Blinddarm- Notoperation im Frühjahr fast ein halbes Jahr verloren. Fiedler fuhr nach einem Sturz mit Rippenbruch lange hinterher.
In die Bresche könnten der junge Erfurter Matthias John und der nach einem Jahr Pause wieder in die Nationalmannschaft zurückgekehrte Berliner Eyk Pokorny springen. John soll als Deutscher Meister auch im Keirin seine Bewährungsprobe erhalten. Besondere Hoffnungen macht sich Uibel allerdings im 1 000-m-Zeitfahren, in dem mit dem Olympiazweiten Stefan Nimke aus Schwerin und dem vorjährigen Vizeweltmeister Sören Lausberg zwei Medaillen-Hoffnungen dabei sind.
Vor einer anderen Situation steht Bernd Dittert, dessen Vorstellungen als Trainer für die Ausdauer-Disziplinen im Vierer schon lange klar sind. Trotz des Weggangs der Olympiasieger Robert Bartko (Berlin) und Daniel Becke (Erfurt) zu den Straßenprofis kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen. Mit Guido Fulst (Berlin), Jens Lehmann (Leipzig) und Sebastian Siedler (Gera) hat er drei WM- Titelverteidiger dabei. Dazu kommen mit Christian Bach (Erfurt) und Andreas Müller (Berlin) zwei Fahrer, die mithalfen, den Weltcup zu holen.
In der Einzelverfolgung könnte es wie im Vorjahr zu einem rein deutschen Finale kommen. Neben Titelverteidiger Lehmann ist dessen Teamgefährte Thomas Liese (beide Leipzig) in diesem Jahr bereits bei Weltcuprennen erfolgreich gewesen. Dazu stößt Vorjahres- Finalist Stefan Steinweg (Friesenheim), dessen Hauptziel allerdings die Titelverteidigung mit Partner Erik Weispfennig (Oberhausen) im Zweier-Rennen sein wird. «Wir gehen mit besten Hoffnungen, aber ohne Überheblichkeit in diese WM», sagte Dittert.
Dagegen kämpft das fünfköpfige Aufgebot der Frauen mit Pech und Pannen. Bei den Sprinterinnen ist nach dem Ausfall der Frankfurterin Kathrin Freitag auch noch die WM-Dritte von 1999 im 500-m-Zeitfahren, Ulrike Weichelt aus Erfurt, ausgefallen. Bei den Ausdauer-Fahrerinnen hatte sich Vize-Weltmeisterin Judith Arndt (Frankfurt/Oder) in diesem Jahr auf die Straße verabschiedet und sich zu keiner Rückkehr auf die Bahn bewegen lassen. Die Olympiasiegerin von 1992, Petra Roßner (Leipzig), die trotz ihres Straßen-Engagements noch einmal auf die Bahn zurück kommen wollte, musste wegen einer Wirbelentzündung absagen.
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