Profi-Radsport

Sportministerin über Dopinganalysen im Ausland verärgert

11.10.2000 - Plouay (dpa) - Frankreichs Sportministerin Marie Georges Buffet hat sich verärgert über den Beschluss des Rad-Weltverbandes UCI gezeigt, die Dopinganalysen von der Weltmeisterschaft in Plouay im Ausland vornehmen zu lassen. Die UCI hatte am Rande der WM in der Bretagne mitgeteilt, dass die Untersuchungen der Proben in Köln vorgenommen werden.

Köln ist eines der von der UCI lizenzierten Institute. Für eine derartige Analyse wäre auch das nationale Labor in Chatenay-Malabry bei Paris geeignet gewesen, betonte die Ministerin.

Die UCI hatte ihre Entscheidung für Köln unter anderem damit begründet, dass es Unterschiede in der französischen Listung der verbotenen Substanzen, den Bestimmungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der UCI gebe.

Unterdessen setzten Frankreichs Ermittler ihren konsequenten Weg der Bekämpfung des Dopings fort. Im Umfeld des Weltmeisterschaftsortes Plouay gab es verstärkte Kontrollen des Zolls. Die Beamten haben eine Reihe von Fahrzeugen gestoppt und nach illegalen Substanzen durchsucht, die mit Akkreditierungen für die Weltmeisterschaft versehen waren oder Team-Aufschriften trugen.