Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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09.06.2002 - Stuttgart (dpa) - Trotz eines gewachsenen Gesamtetats hat die Deutschland-Tour der Radprofis in diesem Jahr weniger Zuschauer mobilisiert, als bei ihrer letzten Auflage. «Darauf waren wir vorbereitet. Mit der Fußball-Weltmeisterschaft als Konkurrenz war es logisch, dass wir etwas schlechter abschneiden würden», sagte Tour- Medien-Direktor Christian Hinzpeter.
«Ich war sogar überrascht, wie wenig die Begeisterung an der Strecke von der WM beeinträchtigt war. Es gab unglaubliche Emotionen.»
Geschätzte knapp vier Millionen Zuschauer standen nach Angaben des Veranstalters auf den 1170 Kilometern zwischen Wiesbaden und Stuttgart an den Straßen. Das sind rund zehn Prozent weniger als vor zwölf Monaten. Mit Marktanteilen zwischen acht und zwanzig Prozent waren auch die TV-Einschaltquoten schlechter als im Vorjahr. «Unsere Quoten haben natürlich unter der übermächtigen Konkurrenz des Fußballs gelitten. Auch was die Berichterstattung in den überregionalen Zeitungen angeht, sind wir schlechter weggekommen als 2001, weil auch dort der Fußball sehr viel Raum einnimmt», sagte Hinzpeter.
Ungeachtet dessen war die Sieben-Tage-Tour in diesem Jahr eine größere Veranstaltung als je zuvor. Hatte der Etat bei der Wiederbelebung der nationalen Rundfahrt 1999 noch umgerechnet 2,8 Millionen Euro betragen, waren es für die sieben Etappen in der vergangenen Woche rund 3,4 Millionen. Vor drei Jahren hatte noch ein Tross von etwa 250 Mitarbeitern ausgereicht, mittlerweile sind es fast 300.
«Ich hoffe, dass wir uns in den nächsten Jahren noch steigern können. Wir hätten gerne eine Verlängerung der Tour auf neun bis zehn Tage. Deutschland ist so groß, dass man diese Zeit schon braucht, um sich überall vorstellen zu können», erläutert Michael Hinz vom Vorstand der Deutschland-Tour GmbH die Ziele der Macher. Der internationale Renn-Kalender setzt der Tour allerdings enge Grenzen, so dass mit einer Erweiterung demnächst kaum zu rechnen sein wird.
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