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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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16.06.2002 - Leipzig (dpa) - Die Prognose von Weltcup-Spitzenreiter Rene Wolff erfüllte sich schnell. «Wir haben Weltklasse-Fahrer in Deutschland. Aber die Weltmeisterschaft wird noch einen Zacken schwerer», sagte der Erfurter Sprinter nach seinem Sieg beim «Großen Preis von Deutschland» auf der Radrennbahn in Cottbus.
Ausgerechnet Olympiasieger Jens Fiedler musste diese Erfahrung beim Grand Prix in Hannover machen. Der Chemnitzer wurde im Halbfinale vom späteren Sieger Sean Eadie (Australien) düpiert und musste sich im «Kleinen Finale» um Platz 3 dem Ukrainer Andrej Winokurow beugen.
In drei Wochen ermitteln die deutschen Bahn-Radsportler in Kaarst ihre Titelträger und zugleich die Starter bei den Weltmeisterschaften vom 25. bis 29. September in Kopenhagen. «Deutschland wird wahrscheinlich drei Startplätze der WM besetzen. Das wird bei den deutschen Meisterschaften ausgefahren», erläuterte Wolff. Im Kampf um die drei Plätze sieht er sich nach seinen Weltcup-Siegen in Monterey und Moskau in der Vorhand. «Die ersten 24 der Weltcup-Wertung fahren zur WM. Deswegen gehe ich bisher von einem WM-Start aus», begründete der Gesamterste seine Zuversicht.
Dass die nationalen Ausscheidungen hart werden, steht außer Frage. Jens Fiedler hatte den Auftakt der Sprinter-Serie in Rostock vor dem deutschen Meister Stefan Nimke (Schwerin) gewonnen. Sein Kollege vom «XXL Team», Jan van Eijden (Dudenhofen), war als Zweiter hinter Eadie in Hannover bester Deutscher. Und in Cottbus triumphierte Rene Wolff. «Das ist immerhin ein Großer Preis von Deutschland. Das hat zwar keinen Nominierungscharakter, aber der Große Preis eines Landes hat Prestigewert», urteilte der Erfurter, der mit seinen 24 Jahren der Jüngste der deutschen Klasse-Sprinter ist.
Noch gehen sich die schnellen Männer aus dem Weg. Fiedler, van Eijden und Nimke fehlten in Cottbus, Wolff verzichtete auf seine Teilnahme in Hannover. «Wegen des Weltcup bin ich seit Mitte April voll im Stoff. Da wäre die Belastung zu groß, das würde mich voll reinreißen. Die Konzentration liegt auf den deutschen Meisterschaften», erklärte Wolff.
Derweil eilt bei den Frauen Sprint-Aufsteigerin Natalja Zylinskaja von Sieg zu Sieg. Der schnellen Weißrussin, die sowohl in Rostock als auch in Cottbus und Hannover gewann, sind weder Weltmeisterin Swetlana Grankowskaja (Russland) oder die deutschen Frauen um Katrin Meinke (Cottbus) und Kathrin Freitag (Frankfurt/Oder) gewachsen.
Stefan Klare aus Bielefeld gewann das Steherrennen um den Preis der Stadt Leipzig. Einen Monat vor den deutschen Meisterschaften an gleicher Stelle setzte er sich beim ältesten Steher-Wettkampf der Welt hinter Schrittmacher Christian Dippel gegen den Schweizer Jan Ramsauer und Europameister Carsten Podlesch (Berlin) durch.
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