Sportmediziner: Klassische Rundfahrten «eine Quälerei»

05.07.2002  |  München (dpa) - Im Zusammenhang mit der Doping-Problematik hat der Münchner Sportmediziner Helmut Pabst die hohen Belastungen bei den klassischen Radrundfahrten angeprangert.

«Man müsste die klassischen Rennen ändern. Die Tour, den Giro. Von der Belastung des Gesamtorganismus her sind solche Rundfahrten eine unsinnige Quälerei», sagte der Arzt in einem Interview der Tageszeitung «Münchner Merkur» auf die Frage, wie der Radsport dem Doping-Problem Herr werden könnte.

Der Geschäftsführer der Doping-Kontrollagentur PWC, die den Test bei Jan Ullrich vorgenommen hatte, glaubt, man könne die Tour de France ohne Dopingmittel fahren - «nur nicht so schnell».

Der Fall Ullrich erstaune ihn, so Pabst, «weil es in seinem Fall überhaupt keinen Sinn macht, so etwas zu nehmen». Jan Ullrich habe sich zum Zeitpunkt der Kontrolle ja nicht im Training befunden. Die Tatsache, dass Ullrich im Krankenhaus kontrolliert wurde, sei nichts Außergewöhnliches. «Wir nennen das `Kontrollen außerhalb des Trainings`. Das ist ganz normal. Auch wenn sich schon einige Sportler darüber aufgeregt haben, dass wir ins Krankenhaus gekommen sind.»

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