Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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31.07.2002 -
Berlin (dpa) - Rad-Olympiasieger Jan Ullrich muss für sein Doping-Vergehen immer teurer bezahlen. Sein Manager Wolfgang Strohband bestätigte, dass der bisherige Sponsor adidas die Zusammenarbeit mit dem 28-Jährigen beendet.
Strohband kündigte zugleich die Rückkehr von Ullrich nach Deutschland für die kommenden ein bis zwei Wochen an. Der Merdinger war nach seinem spektakulären Doping-Eingeständnis am 6. Juli in die USA geflogen.
Der bis 2006 befristete Kontrakt mit adidas soll Ullrich Einnahmen von 300 000 Euro jährlich beschert haben. Insgesamt verliert er damit 1,2 Millionen Euro. Strohband zeigte sich von dem Ausstieg des Sportartikel-Herstellers nicht überrascht: «Das war mir klar. adidas muss einen klaren Standpunkt vertreten, weil sie mit Sportlern arbeiten.»
Noch vor wenigen Tagen hatte der Manager betont, er erwarte keine grundsätzlichen Änderungen bei den Vertragskonditionen mit den Sponsoren. Daran hielt er fest und verwies zur Begründung auf positive Gespräche mit den übrigen Geldgebern. Strohband kündigte an, in Kürze konkrete Ergebnisse zu verkünden und hielt sogar ein erneutes Engagement bei adidas für möglich: «Ich gehe davon aus, dass es ein neues Gespräch geben wird, wenn Jan wiederkommt.»
Durch Verträge mit Sponsoren sollen bisher zusätzlich rund 2,5 Millionen Euro in Ullrichs Kasse geflossen sein. Nach der Einnahme des verbotenen Stimulanzmittels Amphetamin bei einem Disco-Besuch und der halbjährigen Sperre bis zum 23. März ruht derzeit auch der 2003 endende Vertrag mit dem Team Telekom. Ullrich soll dadurch geschätzte Einbußen von mindestens 100 000 Euro im Monat erleiden.
Der am Knie verletzte Tour-de-France-Sieger von 1997 war am Rande der Frankreich-Rundfahrt mit dem dänischen Rennstall TSC Tiscali in Verbindung gebracht worden. Dort wirkt der ehemalige Telekom-Kapitän Bjarne Riis seit zwei Jahren als Teamchef. Riis und Strohband hatten miteinander gesprochen. Zu den Gerüchten über einen möglichen Wechsel meinte Strohband am Mittwoch jedoch: «Das sind alles nur Spekulationen der Medien. Wir diskutieren mit Telekom über eine Vereinbarung, wie es weitergehen kann.» Regelrecht erbost zeigte er sich über Vermutungen, Ullrich könnte sich derzeit einer Entziehungskur unterziehen: «Das ist völliger Blödsinn.»
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