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17.10.2002 - Frankfurt (dpa) - Ex-Profi Olaf Ludwig ist von seinem Amt als Vize-Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) zurückgetreten und verzichtet auch auf eine erneute Kandidatur im März 2003, gaben der Verband und Ludwig bekannt.
Vor der WM war es wie im Vorjahr zu Kritik gekommen, was die Auswahl-Kriterien Ludwigs für den 12-köpfigen Straßen-Kader des BDR im Elitebereich betraf. Kritiker warfen dem seit Jahren in Aachen lebenden Thüringer aus Gera Interessen-Kollision vor. Ludwig ist in Personal-Union auch offizieller Sprecher des Teams Telekom.
«Viele werden vielleicht denken, dass es daran lag. Aber ich hatte intern schon im März bekannt gemacht, dass ich nur noch bis zur WM weitermache», sagte Ludwig, der als Rücktritts-Gründe Arbeitsüberlastung nannte: «Es war schon immer schwer, die vielen Termine unter einen Hut zu bringen. Jetzt ist bereits langfristig klar, dass ich aus beruflichen Gründen weder beim Hauptausschuss beim BDR im November 2002 noch bei der Bundeshauptversammlung im März 2003 dabei sein kann. Halbe Sachen mache ich nicht, deshalb stelle ich mich nicht mehr zur Wahl.» BDR-Präsidentin Sylvia Schenk bedauerte Ludwigs Schritt: «Er hat hervorragende Arbeit geleistet. Selten ist eigene sportliche Erfahrung in so hohem Maß mit Managerqualitäten verbunden wie bei ihm.»
Als «Übergangs-Regelung» (BDR-Pressemitteilung) soll Hans Hindelang (Germaringen) in Zusammenarbeit mit der BDR-Präsidentin die Betreuung des Bereichs Vertragssport übernehmen. Der frühere Rad- Profi und Manager Ludwigs zu dessen aktiven Zeiten ist Koordinator im Verband. Bis zur Bundeshauptversammlung im März 2003 muss ein Ludwig- Nachfolger gefunden werden, der, wie der BDR mitteilte, «Erfahrung im Profi-Radsport» hat. «Ich kenne keinen möglichen Nachfolger. Sonst wäre der heute schon im Amt. Die Suche könnte schwierig werden», sagte Ludwig am Donnerstag.
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