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13.11.2002 -
München (dpa) - Scott McGrory (Australien) und Matthew Gilmore (Belgien) haben das 39. Münchner Sechstagerennen gewonnen und durch ihren Erfolg einen neuen Weltrekord durch Bruno Risi und Kurt Betschart verhindert.
Die Schweizer verpassten auf Platz zwei ihren 30. Sechstagesieg und teilen sich die Bestmarke weiter mit den Radsportlegenden Gustav Kilian und Heinz Vopel. Im spannenden Finale in der Olympiahalle kam das deutsche Duo Andreas Kappes/Andreas Beikirch auf den dritten Rang.
«Nach dem Gewinn der Olympischen Spiele war der Sieg hier mein größtes Highlight», sagte McGrory nach dem Erfolg. «Jetzt kann ich zwei Mal feiern. Den Erfolg hier, und dann erwartet meine Frau in zwei Wochen ein Kind», erzählte der Australier. Auch für Partner Matthew Gilmore war der Sieg in München etwas Besonderes. Gemeinsam mit Sigi Renz, heute sportlicher Leiter des Münchner Sechstagrennens, gewann sein Vater Greame Gilmore 1974 die Sixdays in der bayerischen Landeshauptstadt. «Es freut mich umso mehr, dass ausgerechnet er hier gewonnen hat», gab Renz zu.
Das Duo Risi/Betschart war in der Olympiahalle mit einer Runde Vorsprung in die Schluss-Jagd gegangen. «In meinen über 120 Rennen habe ich vielleicht ein Mal eine so optimale Ausgangssituation erlebt», ärgerte sich Risi über die verpasste Chance. 38 Runden vor Schluss starteten McGrory/Gilmore die überraschende Attacke. 21 Runden vor Ende des Rennens hatten die Vorjahres-Dritten den ausschlaggebenden Rundengewinn eingefahren.
«So ein Finale habe ich noch nicht erlebt», schwärmte Olympiapark-Chef Wilfried Spronk, der nicht nur mit dem sportlichen Verlauf, sondern auch mit den insgesamt 72 000 Zuschauern an den sechs Veranstaltungstagen zufrieden war. Auch bei Bruno Risi hatte sich die Enttäuschung über den verpassten Sieg bald wieder gelegt. «Jetzt waren wir hintereinander Vierter, Dritter und Zweiter. Wenn das so weiter geht, dann fällt der Weltrekord im nächsten Rennen», sagte der mit großem Vorsprung zum Publikumsliebling gewählte Schweizer.
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