Profi-Radsport

Hundertmarck überrascht in Nürnberg - Ullrich 5.

31.08.2003 - Nürnberg (dpa) - Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Kanada abgesagt, den Sieg in Nürnberg verpasst: Jan Ullrich hat beim Rennen «Rund um die Nürnberger Altstadt» seinen zweiten Erfolg nach 1998 verfehlt.

Der Zweite der Tour de France musste sich beim Erfolg von Kai Hundertmarck (Eppstein) mit dem fünften Platz begnügen. Nach 180 km kam der 29 Jahre alte Bianchi-Fahrer mit 33 Sekunden Rückstand auf den beim Team Telekom zum Saisonende ausgemusterten Hundertmarck (3:58:02 Stunden) ins Ziel. Der 34-Jährige hatte sich kurz vor Schluss aus einer fünfköpfigen Gruppe abgesetzt und triumphierte vor Robert Förster (Markkleeberg) vom Team Gerolsteiner und dem Österreicher Jochen Summer.

Ullrich war nach gut der Hälfte des Rennens gemeinsam mit mehreren anderen Fahrern davongefahren. Das Hauptfeld mit den Sprintstars um Vorjahressieger Erik Zabel (Unna) vom Team Telekom, Olaf Pollack (Kolkwitz) und Robbie McEwen (Australien) konnte die Ausreißer nicht mehr stellen und hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

Vor dem Herren-Rennen in Nürnberg hatte sich Nicole Cooke aus Großbritannien erstmals den Weltcup-Gesamtsieg der Radrennfahrerinnen gesichert. Der 20-Jährigen genügte in Nürnberg der fünfte Platz. Mit 309 Punkten ist der dreifachen Saisonsiegerin nach acht von neun Rennen der Erfolg in der Jahreswertung nicht mehr zu nehmen. Tagessiegerin beim ersten Frauen-Weltcup in Deutschland wurde Diana Ziliute. Die Litauerin vom Team Acca setzte sich auf dem 117 km langen Rundkurs in 2:53:49 Stunden im Spurt vor Nationalmannschafts-Fahrerin Regina Schleicher (Karbach) und der ebenfalls zeitgleichen Arenda Grimberg (Niederlande) durch.

Judith Arndt vom Team Nürnberger kam bei ihrem von zahlreichen Stürzen begleiteten Heimrennen mit 28 Sekunden Rückstand nur auf den 76. Platz. Im Gesamtklassement verteidigte die 27-Jährige mit 157 Punkten ihren vierten Platz. Regina Schleicher (181 Punkte) rückte vor dem Weltcup-Finale in Rotterdam auf den zweiten Rang vor, kann die Waliserin Cooke allerdings nicht mehr gefährden.

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