|
|
Zitat der Woche:
"Ich habe die kriminelle Energie unterschätzt."
(Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer zum Fall Schumacher)
Aktuelle Nachrichten
Continental-News
Hintergrund
Ergebnisse
Teams
Fahrer
Videos
Live-Ticker
TV-Termine
Giro d'Italia
Tour de France
Deutschland Tour
Vuelta a España
Archiv
RSN-Archiv 1996-2007
Kleinanzeigen
Links
Vereinsdatenbank
Lexikon
WAP / PDA
Homepage-News
RSS-Feed
Radsport-Aktiv.de
Radsport-News.com
Mediadaten
Produktinformationen
Datenschutz
Kontakt / Impressum
03.11.2000 - Rom (dpa) - Francesco Conconi, dem in Italien im Zuge von Doping- Ermittlungen eine Anklage wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung bevorsteht, spritzte sich im Selbstversuch das Blut-Doping-Mittel EPO. Damit trat der Professor, ehemals Leiter des Bio-medizinischen Zentrums von Ferrara, den Beweis an, wie wirkungsvoll das auf der Doping-Liste stehende Hormon sein kann, das er vielen Hochleistungssportlern gespritzt haben soll.
Mit künstlichem EPO im Blut konnte der damals 59-jährige Conconi am 3. September 1994 in einem Bergrennen am Stilfser Joch in Südtirol sogar fast mit dem Giro-Gewinner Francesco Moser mithalten, der sich gerade auf einen Stunden-Weltrekord vorbereitete. Hobby-Radler Conconi verlor auf den Sieger Moser nur zwei Minuten.
Diese Details gehen aus Akten des Staatsanwalts Pierguido Soprani hervor, der gegen Conconi in Ferrara einen Prozess eröffnen wird. Darüber berichteten am Freitag italienische Zeitungen. Conconi soll bei seinem Selbstversuch einen Hämatokritwert von 57 Prozent gehabt haben, womit er seinen natürlichen Wert um 18 Prozent überschritt.
Der Weltverband UCI führte 1997 Blutkontrollen ein. Fahrer, die ein Limit von 50 Prozent fester Bestandteile im Blut überschreiten, werden 14 Tage gesperrt, weil Blut-Doping mit EPO nahe liegt. Seit Sydney kann die Gabe von künstlich hergestelltem EPO mit einer kombinierten Urin/Blut-Kontrolle direkt nachgewiesen werden.
Dem Staatsanwalt liegen von Conconi und seinen sieben Mitarbeitern angefertigte Listen vor, die 407 maskierte Namen enthalten. Auf diese Weise sollten die verabreichten Dosen verschiedener Doping-Mittel, die Sportler erhielten, festgehalten worden sein. Conconi selbst führte über sich Buch unter dem Decknamen «H.B. Ferroni», schrieb die «Gazzetta dello Sport».
Der Conconi-Schüler Michele Ferrari hatte nach dem überlegenen Dreifach-Erfolg der von ihm betreuten Fahrer des italienischen Gewiss-Rennstalls 1994 beim Fleche Wallonne in Belgien erklärt: «EPO ist so gefährlich wie Orangensaft.» Erythropietin (EPO) vermehrt die Zahl der roten Blutkörperchen, gestattet so mehr Sauerstofftransport, bildet aber u.a. die Gefahr von Thrombosen.
Zu den «Kunden» von Conconi, der sich die Ausarbeitung spezieller Trainingspläne, mitunter unter entsprechender Medikation, teuer bezahlen ließ, sollen mehrere Top-Profis zählen. In diesem Zusammenhang wurden in italienischen Zeitungen in der Vergangenheit die Namen Bjarne Riis (Dänemark/Tour-Sieger 1996), Stephen Roche (Irland/Giro- und Tour-Sieger sowie Weltmeister 1987), die Italiener Gianni Bugno (Doppel-Weltmeister, Giro-Gewinner), und Francesco Moser (Ex-Stundenweltrekordler) sowie Tony Rominger (Schweiz/Dreifacher Vuelta-Gewinner) und Andreas Kappes (Köln) genannt.
Kappes war bei den deutschen Bahn-Meisterschaften zum zweiten Mal in seiner Karriere des Dopings (mit Nandrolon) überführt worden und muss am 8. November vor dem Sportgericht in Berlin mit einer zweijährigen Sperre rechnen.
Schweizer neuer deutscher Hochschulmeister (13.10.2008)
Degenkolb gelingt historisches Triple (06.10.2008)
Westmattelmann deutscher Zeitfahr-Hochschulmeister (06.10.2008)
Re: ARD - Armstrong - Astana - ZDF (16.10.2008)
Re: B. Kohl: "Holczer wußte nichts von Doping" (16.10.2008)
Re: Bernhard Kohl... (15.10.2008)
Re: Der Kohl ist nun auch fett (15.10.2008)
Echte Kerle Dopen nicht?! (15.10.2008)