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22.12.2003 - Baden-Baden (dpa) - Schwimmerin Hannah Stockbauer, Radprofi Jan Ullrich und die Frauenfußball-Nationalmannschaft sind die „Sportler des Jahres“ 2003. Das Trio setzte sich bei der 57. Wahl der Internationalen Sportkorrespondenz (ISK/Böblingen) unter 1500 deutschen Sportjournalisten durch. Die Ehrungen fanden am Sonntagabend im Kurhaus von Baden-Baden statt. Hannah Stockbauer wurde mit der Auszeichnung für ihre drei WM- Titel belohnt, Ullrich für sein großartiges Comeback bei der Tour de France. Die Kickerinnen von Nationaltrainerin Tina Theune-Meyer hatten sich mit ihrem erstmaligen WM-Triumph in den USA ins Rampenlicht gespielt und eine Welle der Begeisterung ausgelöst.
Den Sonderpreis für „Vorbilder im Sport“ bekam Ullrichs langjähriger Weggefährte Udo Bölts. Der zwölfmalige Tour-de-France-Teilnehmer stiftet den Förderbetrag der Sparkasse in Höhe von 12 500 Euro dem Radsport-Nachwuchs.
Die 21 Jahre alte Stockbauer setzte sich mit 4670 Punkten gegen die dreifache Eisschnelllauf-Weltmeisterin Anni Friesinger (2961) und Fußball-Nationalstürmerin Birgit Prinz (1987) durch. Die Erlangerin war bereits vor zwei Jahren „Sportlerin des Jahres“ und trat dieses Mal die Nachfolge ihrer Disziplinkollegin Franziska van Almsick an, die 2002 gewonnen hatte. Zumindest für einen Abend schwamm Stockbau-er wieder ganz oben: Das Debakel bei der Kurzbahn-EM in Dublin hatte sie zuletzt aus der Bahn geworfen.
Bei den Männern gewann der 30-jährige Ullrich zum zweiten Mal nach 1997. Seine Rückkehr nach Affären und Verletzungen sowie sein faszinierendes Duell mit US-Sieger Lance Armstrong bewerteten die Medienvertreter höher als Michael Schumachers sechsten WM-Triumph, mit dem er zum erfolgreichsten Rennfahrer in der Formel-1-Geschichte aufstieg. Der Kerpener, der bisher nur 1995 die Wahl gewinnen konn-te, erhielt in diesem Jahr 2862 Zähler, Ullrich 3388. Dritter wurde Ronny Ackermann, der Weltmeister in der Nordischen Kombination (1897).
Als erstes Frauenfußball-Team überhaupt siegte die DFB-Auswahl bei der raditionellen Wahl und kommt aus dem Feiern nicht mehr raus: Vergangene Woche war WM-Torschützenkönigin Prinz ur „Weltfußballerin des Jahres“ gewählt worden, zudem wurde die Mannschaft von Bundeskanzler Gerhard Schröder empfangen. Mit 5329 Punkten belegten die Weltmeisterinnen weit überlegen den ersten Platz. Zweiter wurde der VfB Stuttgart (2163): Die „jungen Wilden“ von Teammanager Felix Magath hatten nicht nur in der Fußball-Bundesliga, sondern auch in der Champions League für Furore gesorgt. Auf Rang drei kam die deutsche Biathlon-Staffel der Männer.
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