Sportlerpaar gemeinsam zur WM

Hanka feiert mit "Mike the bike"

09.01.2005  |  Kleinmachnow (dpa) - Im Ziel fielen sie sich stürmisch um den Hals. Titelverteidigerin Hanka Kupfernagel und Mike Kluge feierten den fünften deutschen Cross-Titel der 30-Jährigen.

Die Europameisterin fuhr in den Kiebitzbergen von Kleinmachnow einen souveränen Start-Ziel-Sieg heraus und nahm der zweitplatzierten Sabine Spitz aus Rheinfelden 2:36 Minuten ab, ohne sich voll zu verausgaben. Allerdings war die Olympia-Dritte im Mountainbike vor rund 3000 Zuschauern gestürzt und hatte sich eine Risswunde im Gesicht zugezogen.

Den Titel bei den Männern holte sich der Hamburger Jens Schwedler mit über einer Minute Vorsprung vor seinem Vereinskameraden Johannes Sickmüller. Der angeschlagene Titelverteidiger Malte Urban (Hamburg) war nach Zweidrittel des Rennens ausgestiegen. Schwedler holte den zweiten Titel nach 2002.

Mit offenen Armen und einem Kuss wurde Hanka Kupfernagel von Kluge empfangen. Der Denzlinger betreut die zweifache Cross-Weltmeisterin aus Werder seit einigen Jahren beim Training. Irgendwann hat es dabei gefunkt - seit sechs Monaten sind sie ein Paar. Die WM in drei Wochen in St. Wendel im Saarland nehmen sie als Erfolgsgespann in Angriff.

«Mike the Bike», wie der mehrfache Weltmeister Kluge zu seiner aktiven Zeit genannt wurde, hat großen Anteil daran, dass sich Hanka Kupfernagel derzeit in prächtiger Form präsentiert und als Favoritin zur WM fährt. «Ich würde tief stapeln, wenn ich nicht erneut eine Goldmedaille anpeile», sagte sie nach ihrem Erfolg in Kleinmachnow selbstbewusst. Dann hätte sie auf diesem Gebiet mit dem 42-jährigen Kluge gleichgezogen, der drei Mal das Regenbogentrikot holte.

Die im belgischen Profi-Team Vlaanderen als Straßenfahrerin engagierte Kupfernagel präsentierte sich zu Beginn des Jahres 2005 so schlank und athletisch wie lange nicht. Kluge, ein begeisterter Hobby-Koch, hat ihr ein neues Ernährungs-Programm verordnet. Dazu kommt eine totale Veränderung im Training. «Wir spielen auch mal Beachvolleyball oder Badminton», sagte Kupfernagel, die als Olympia- Zweite auf der Straße in Sydney, Bahnweltmeisterin bei den Junioren, Mountainbike-Meisterin und Cross-Weltmeisterin Vielseitigkeit bewies, sich dabei allerdings manchmal verzettelte.

Jetzt konzentriert sie sich auf den Cross-Sport. Im Frühjahr entscheidet sie, was sportlich folgen soll. «Ich habe Lust, auch mal was Neues zu probieren. Vielleicht kann ich ja an der Seite von Sabine Spitz in das Mountainbike-Geschäft einsteigen. So wie sie als Olympia-Dritte in dieser Disziplin seit dieser Saison unsere Cross- Nationalmannschaft verstärkt», meinte Hanka Kupfernagel.

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