Absage an Giro und Vuelta

Armstrong: Mindestens noch eine Tour de France

10.01.2005  |  Silver Spring/USA (dpa) - Rekord-Champion Lance Armstrong will die Tour de France mindestens noch ein Mal in Angriff nehmen, verkündete der 33 Jahre alte Texaner bei der Präsentation seines neuen Teamsponsors Discovery Channel in Silver Spring (US-Bundesstaat Maryland).

Ob er bei einem Start in diesem Jahr seinen siebten Sieg in Serie anstrebt, ließ Armstrong offen. «Das kann 2005 sein oder 2006, aber ich bin vollkommen überzeugt davon, es zu tun.» Mindestens ein weiterer Tour-Start Armstrongs ist im Vertrag mit dem neuen Sponsor festgeschrieben. Falls er die «Große Schleife» in diesem Jahr auslässt, will der Radprofi entweder beim Giro d`Italia oder bei der Vuelta in Spanien starten.

Unmittelbar vor Beginn seines Trainingslagers in Solvang/Kalifornien hatte der Texaner einer Teilnahme am Giro oder an der Spanien-Rundfahrt noch eine Absage erteilt: «Ich starte nicht in einem Land, in dem ich wegen Sportbetrugs verfolgt werde», sagte der sechsfache Tour-Rekordsieger, der im Zuge der Verhandlungen gegen seinen Arzt Michele Ferrari in Italien ins Visier der Doping-Ermittler geriet. Zur Teilnahme an der Tour de France sagte Armstronge dem niederländischen Fernsehsender NOS und Zeitungs-Reportern in Interviews: «Eigentlich habe ich keine Lust».

Armstrongs jahrelanger Widersacher Jan Ullrich (31) läutete dagegen die zweite Phase seiner Saisonvorbereitung ein. Nach drei Wochen Südafrika im Dezember und einem kurzen Aufenthalt bei seiner Familie in Scherzingen/Schweiz nahm der T-Mobile-Kapitän das Training auf Mallorca auf. «Gleich nach der Ankunft hat er sich bei angenehm milden Temperaturen auf`s Rad geschwungen», sagte T-Mobile-Teamchef Mario Kummer, der auf Mallorca bis zum 23. Januar seine 27 Fahrer im Trainingslager zusammengezogen hat. Nach Ende des Meetings auf den Balearen präsentiert sich die Mannschaft um Kapitän Ullrich öffentlich in 14 Tagen am Firmensitz in Bonn.

Eine definitive Tour-Absage Armstrongs käme nicht überraschend. Nachdem er die Frankreich-Rundfahrt im vergangenen Jahr als erster Fahrer in der 101-jährigen Geschichte des Rennens sechs Mal gewonnen hatte, liebäugelte er immer wieder mit einem Verzicht. 2005 wolle er sich an der Spitze seiner Mannschaft, die vom US-Fernsehsender Discovery-Channel mit rund 12 Millionen Dollar pro Jahr gesponsert wird, vor allem auf die Frühjahrs-Klassiker konzentrieren, sagte er. Bei diesen Rennen ist der 33-Jährige noch ohne Sieg.

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