Sieg bem Bremer Sechstagerennen

Beikirch/Bartko neues deutsches «Rad-Traumpaar»

19.01.2005  |  Bremen (dpa) - Das neue deutsche Radsport-Paar Andreas Beikirch/Robert Bartko (Titz/Potsdam) hat beim Bremer Sturzfestival Stärke und Standfestigkeit demonstriert.

Mit einer Runde Vorsprung gewann das kurzfristig zusammengestellte Duo das von zahlreichen Stürzen und Ausfällen überschattete 41. Sechstagerennen vor den Schweizer Mitfavoriten Bruno Risi/Kurt Betschart. «Das ist das erste Mal, dass ich ganz oben stehen. Ich könnte jeden knutschen», sagte der überglückliche Beikirch nach der letzten Jagd.

Die fast 130 000 Zuschauer an sechs Tagen in der umgebauten Bremer Stadthalle und die Konkurrenten staunten über das Siegerteam. Der Sportliche Leiter Patrick Sercu hatte Beikirch, der bisher an der Seite von Andreas Kappes fuhr, mit Bartko zusammengebracht und damit einen guten Riecher bewiesen. «Wir haben alles probiert und ständig attackiert, aber die beiden waren einfach nicht zu bezwingen», lobte der italienische Routinier Marco Villa das deutsche «Traumpaar».

«Ihr in Bremen habt mir die Rückkehr auf die Bahn leicht gemacht», bedankte sich Bartko artig bei den Zuschauern für die Unterstützung. Der Doppel-Olympiasieger von Sydney hat nach seinem glücklosen Ausflug auf die Straße - mit Engagements bei Telekom und Rabobank - beschlossen, sich wieder auf die Bahn zu konzentrieren. Das große Ziel des Potsdamers sind die Olympischen Spiele 2008 in Peking, doch auch bei den Sixdays wird mit ihm zu rechnen sein. «Robert kann in den kommenden Jahren eine dominierende Rolle spielen. Er hat das Zeug dazu, in die Fußstapfen von Kappes zu treten», sagte Sercu.

Der sechsfache Bremen-Gewinner Kappes spielte bei der Jagd nach dem Rekordsieg eine ungewohnte Rolle. Wenige Minuten nach dem Start war sein Partner Mathew Gilmore gestürzt, und auch an den folgenden Tagen musste der gebürtige Bremer auf seiner Hausbahn noch drei Mal den Partner wechseln. «Das habe ich mir anders vorgestellt, aber dann probiere ich es eben im kommenden Jahr noch einmal», sagte der 39- Jährige.

Sercu machte noch einmal klar, dass die vielen Stürze nicht an der Beschaffenheit der Bahn lagen. «Sowohl beim ersten Sturz als auch beim Unfall am Sonntag waren Fahrfehler die Ursache», meinte der Belgier. Als zu Beginn der letzten Jagd die Niederländer Robert Slippens/Danny Stam, an Position zwei liegend, wegen Magenproblemen von Stam aufgeben mussten, war für die Veranstalter das «Seuchenjahr» komplett. «Sie können mich auch Pech nennen», sagte Sixdays-Boss Frank Minder, der mit dem Rennablauf im neuen AWD-Dom nur bedingt zufrieden war. «Unsere Vorgabe von einer modernen Bahnbeleuchtung ist nicht erfüllt worden», klagte Minder.

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