Ullrich: In den Klassikern ist für mich kein Platz

24.01.2005  |  Bonn (dpa/RA) - Die Vertragsverlängerung bis 2008 verschafft T-Mobile die erhoffte Planungssicherheit. "Bis 2006 laufen 21 von 27 Verträgen aus. Diese Fahrer wollen wissen, wie es weiter geht", meinte Ludwig. Nicht minder bedeutsam war die Zusage des Sponsors für ihn selbst: Weil der ehemalige Radprofi im kommenden Jahr seinen Vorgänger Walter Godefroot als Team-Manager beerben wird, ist er bei der Gründung einer eigenen GmbH in finanzielle Vorleistung getreten.

In seiner letzten Saison als Teammanager hat Godefroot nochmals einen erlesenen Kader zusammengestellt. Die neu ins Leben gerufene ProTour, in der 19 Topmannschaften die 27 wichtigsten Saisonrennen zwingend besetzen müssen, hat bei seiner Auswahl eine wichtige, aber nicht zentrale Rolle gespielt. Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf der Tour de France. Mit dem zweiten Gesamtsieg nach 1997 will Jan Ullrich das für ihn mäßige Vorjahr vergessen machen: "Ich bin stolz auf diese Mannschaft und werde der Tour alles unterordnen. Ich trainiere dafür, der weltbeste Fahrer zu werden!"

Die Verpflichtung seines Wunschfahrers Oscar Sevilla erhöht die Chancen, dass der große Wunsch in Erfüllung geht. Der Bergspezialist aus Spanien ist neben Landsmann Paco Lara, den Deutschen Olaf Pollack und Marcus Burghardt sowie Bernhard Kohl (Österreich) und Bas Giling (Niederlande) einer von sechs Neuzugängen. In Andreas Klöden und Alexander Winokurow stehen Ullrich zwei Fahrer mit Chancen auf den Gesamtsieg zur Seite. "Wir können schlecht sagen, dass wir mit dem fünften Platz zufrieden sind. Wenn man drei Fahrer für das Podium hat, bleibt nur der Toursieg als Ziel", meinte Olaf Ludwig.

Die hohe Qualität des Teams erleichtert Ullrich die Entscheidung, auf die Frühjahrs-klassiker zu verzichten: "Wir haben sieben bis acht Fahrer mit besten Chancen für diese Rennen. Da ist für mich kein Platz", sagte der T-Mobile-Kapitän.

Anders als Ullrich hat dagegen der Tour-Zweite Andreas Klöden bereits im Frühjahr Ambitionen: "Vielleicht kann ich bei der Baskenland-Rundfahrt bereits auf Sieg fahren!"

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