Belgien feiert den neuen Helden

Boonen ein "Geschenk Gottes"

11.04.2005  |  (sid) - Das radsportbegeisterte Belgien ist aus dem Häuschen: Das ganze Land feiert voller Überschwang seinen neuen Stern am Radsporthimmel, den 24-jährigen Tom Boonen, der am Sonntag mit Paris-Roubaix eine Woche nach der Flandern-Rundfahrt den zweiten großen Klassiker gewonnen hat. "Het Laatste Nieuws" scheute sich nicht vor Parallelen zur Papstwahl und erschien mit der Schlagzeile: "Habemus Boonen". Und der abgetretene "Löwe von Flandern", Johan Museeuw, bezeichnete seinen designierten Nachfolger bereits als "Geschenk Gottes".

Rund drei Jahrzehnte nach Eddy Merckx verfügt das Land wieder über einen Fahrer von außergewöhnlicher Ausstrahlung, auch wenn Boonen wohl nie die Tour de France gewinnen wird, weil er in den Bergen zuviel Zeit verliert. Aber der "König des Kopfsteinpflasters" verfügt neben unbändigem Kampfgeist über enormes Sprintvermögen, wie er schon bei der Tour 2004 mit zwei Etappensiegen bewies. "Mein Ziel ist das Grüne Trikot", kündigte er für die Frankreich-Rundfahrt an.

Der aus der Nähe von Antwerpen stammende Boonen hat sich auch durch sein unverkrampftes Auftreten viele Sympathien erworben. "Wir erleben die Geburt eines großen Champions", schrieben gleich mehrere Zeitungen am Tag nach dem "Double".

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