Profi-Radsport

88. Giro d'Italia

Staatsanwaltschaft lädt McEwen vor

20.05.2005 - (sid) - Rund um den diesjährigen Giro d´Italia hat die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Vicenza Ermittlungen aufgenommen. Dabei geht es in erster Linie um die umstrittene Nutzung von Druckkammern und Sauerstoffzelten im Profi-Radsport. Nach einem Bericht der Gazzetta dello Sport sollen der dreimalige Etappensieger Robbie McEwen (Australien) vom Team Davitamon-Lotto sowie der Arzt seines belgischen Rennstalls und eine weitere Medizinerin vom Team Saunier Duval vernommen werden.

McEwen erklärte am Freitagabend nach der 12. Etappe seinen Ausstieg. "Ich fahre nach Hause", sagte der Träger des Punktetrikots: "Die Flachetappen sind vorbei, und ich habe noch die Tour de France und die Weltmeisterschaft. Alles fahren ist einfach zu viel."

Italienische Dopingfahnder hatten am Mittwoch die Hotels der beiden Mannschaften durchsucht und dabei einen sogenannten Alti-Trainer - eine Maschine, die ein Höhenklima simuliert und die Bildung von roten Blutzellen fördert - sichergestellt. Das Gerät steht zwar nicht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), wohl aber auf dem Index der strengeren italienischen Anti-Doping-Gesetze. McEwen und sein Team hatten erklärt, dass die Nutzung solcher Geräte im Radsport weit verbreitet sei.

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