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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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27.06.2005 - Berlin (dpa) - Sehnsucht Tour de France: Obwohl wahre Höllenqualen warten, sehnt sich fast jeder Radprofi nach dem Härtetest in Frankreich. Diesmal darf sich auch Patrik Sinkewitz der Herausforderung stellen.
Im Vorjahr wartete das Talent aus Fulda als frisch gebackener Gewinner der Deutschland-Tour, auf der er Jan Ullrich am Berg locker bezwang, vergeblich auf den Tour-Zuschlag. Den hatte ihm sein belgisches Team Quick-Step angeblich aus besonderer Rücksicht 2004 noch verwehrt. Ab 2. Juli darf der 24-Jährige bei der diesjährigen Tour schalten und walten, wie er will und kann.
«Zusammen mit Michael Rogers habe ich eine freie Rolle im Team. Wir brauchen Tom Boonen bei den Sprints nicht zu unterstützen. Ich will in Paris ankommen und sagen können: Ich bin eine gute Tour gefahren. Auf ein, zwei Bergetappen will ich versuchen, einen Tagessieg herauszufahren», sagte Sinkewitz, der weiter auf einen Vertrag von T-Mobile wartet. «Eigentlich wollte ich wechseln, aber es kam noch zu keiner Einigung. Quick-Step hat mir mehr geboten, und wenn T-Mobile nicht reagiert, bleibe ich», meinte Sinkewitz, der von Ex-Profi Tony Rominger (Schweiz) gemanagt wird.
Zusammen mit seinem australischen Teamkollegen Rogers, der in der nächsten Saison für die Bonner fahren wird, inspizierte der bergfeste Sinkewitz die beiden ersten Alpen-Pässe der Tour in Courchevel und Briancon. «Eigentlich nicht so schlimm», befand der Tour-Novize, «jedenfalls kein Vergleich mit dem Anstieg nach Sölden auf über 2600 Meter bei der kommenden Deutschland-Tour im August.»
Der kesse Osthesse fuhr im Frühjahr stark, wurde beim Amstel Gold Race Sechster und Siebter beim Flèche Wallonne. Bei der Generalprobe Tour de Suisse erkältete er sich und war deshalb mit dem letzten Test nicht zufrieden. Bis zum Tourstart will er aber wieder hundertprozentig auf dem Damm sein. Im Training fährt er hinter dem Motorrad, auf dem seine Freundin sitzt, um Tempohärte zu bekommen. «Mir fehlt noch ein bisschen zur Topform. Ich hoffe, das kommt noch», sagte Sinkewitz.
Bei der Tour de Suisse, bei der sein Teamkollege Rogers knapp geschlagen wurde, hatte er Jan Ullrich in Augenschein nehmen können. «Der ist von Tag zu Tag eigentlich stärker geworden. Ich glaube, er wird eine starke Tour fahren. Bei mir ist Jan 55:45-Favorit gegen Lance Armstrong», sagte Sinkewitz, der keine Prognose für das Gesamtklassement in eigener Sache wagt: «Es ist alles Neuland für mich.»
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