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"Ich habe die kriminelle Energie unterschätzt."
(Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer zum Fall Schumacher)
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21.08.2005 - (sid) - Ausgerechnet in seiner früheren Wahlheimat im Schwarzwald sind Jan Ullrichs Chancen auf den Gesamtsieg bei der Deutschland-Tour weiter gesunken. Bei Nebel, Wind und Kälte verlor der T-Mobile-Kapitän bei der Etappe auf den Feldberg weitere 30 Sekunden auf Spitzenreiter Levi Leipheimer. Während der US-Amerikaner vom Team Gerolsteiner 12 Sekunden hinter Tagessieger Cadel Evans (Australien) als Vierter ins Ziel kam, büßte Ullrich im Finale der sechsten Etappe 42 Sekunden ein. "Das ist einfach nicht mein Wetter. Ich merke, dass ich da nicht volle Leistung bringen kann. Das war auch heute der Fall", haderte Ullrich.
Vor dem entscheidenden Einzelzeitfahren am Montag fiel der Tour-de-France-Dritte damit vom dritten auf den fünften Gesamtrang zurück und weist 1:26 Minuten Rückstand auf Leipheimer auf. "Es ist natürlich super, dass Levi noch ein bisschen Zeit herausgeholt hat, aber im Zeitfahren kann noch viel passieren. Da darf man sich nicht zu sicher sein", sagte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer. Gesamtzweiter ist weiter Leipheimers Teamkollege Georg Totschnig (Österreich/33 Sekunden zurück).
Ullrich kann Tempo nicht mithalten
Eine starke Vorstellung bot auch der Ansbacher Jörg Jaksche, der trotz eines Reifenschadens als Tagesdritter das 1270m hoch gelegene Ziel erreichte. Der 29-Jährige vom Team Liberty Seguros verbesserte sich auf den vierten Rang und liegt dabei 1:21 Minuten hinter dem Gelben Trikot, während Evans mit 58 Sekunden Rückstand Gesamtdritter ist.
Bis zum Einstieg in den 12km langen Schlussanstieg zum Feldberg-Plateau lagen Ullrich, Leipheimer und die anderen Favoriten noch in einer Gruppe zusammen. Doch 3,5km vor dem Ziel konnte der gebürtige Rostocker, der einige Jahre nicht weit von der Etappenankunft entfernt in Merdingen gelebt hatte, dem Angriff der Konkurrenten nicht mehr folgen.
Ausreißer werden nicht belohnt
Da hatte sich Jaksche nach seinem Vorderraddefekt 5km vor dem Ziel bereits wieder an die Spitze zurückgekämpft. Auf den letzten Metern fehlte dem Franken dann allerdings die Kraft, Evans" Antritt zu folgen. Schon auf der "Königsetappe" zum Rettenbachferner war Jaksche vom Pech verfolgt, als er durch eine gerissene Kette auf den letzten Kilometern zurückfiel und Zeit verlor.
Vergebens war indes die Mühe eines Ausreißer-Quartetts, dass sich bereits nach 10km aus dem Feld gelöst und insgesamt 150km an der Spitze des Rennens gelegen hatte. Trotz des zwischenzeitlichen Vorsprungs von fast elf Minuten wurde die Gruppe um den Erfurter Christian Müller vom Team CSC am vorletzten Anstieg des Tages 20km vor dem Ziel wieder eingeholt.
Am Dienstag geht die Deutschland-Tour in Bonn mit dem 168km langen Schlussteilstück nach insgesamt 1529km zu Ende.
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