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"Ich habe mich verpflichtet, für den Besten zu fahren. "
(Lance Armstrong zu seinem Start bei der Tour de France 2009)
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25.05.2006 - (sid) - Stefan Schumacher vom Team Gerolsteiner hat die 18. Etappe des 89. Giro d'Italia gewonnen und damit seinen zweiten Tagessieg gefeiert. Nach seinem Erfolg auf der dritten Etappe setzte sich der "Rad-Schumi" aus Nürtingen am Ende des 210km langen Teilstücks von Sillan nach Gemona del Friuli im Spurt einer fünfköpfigen Spitzengruppe vor dem Spanier Jose Ivan Gutierrez und dem Italiener Marzio Bruseghin durch. Die Führung in der Gesamtwertung behauptete CSC-Kapitän Ivan Basso, der ebenso wie Jan Ullrich mit 2:30 Minuten Rückstand das Ziel im Hauptfeld erreichte.
"Es ist einfach unglaublich"
"Schon mit dem ersten Etappensieg ist für mich ein Traum wahr geworden. Nun wieder ganz oben zu stehen, ist einfach unglaublich", erklärte Schumacher überglücklich: "Ich hätte nach meinem Sturz in der ersten Giro-Woche und den Schmerzen, die ich zeitweilig hatte, nicht geglaubt, dass mir noch ein Erfolg gelingt. Aber ein bisschen gehofft hatte ich natürlich schon", so der Schwabe.
Nach 50km hatte sich Schumacher gemeinsam mit Gutierrez, Bruseghin, dem Briten Charles Wegelius sowie dem Spanier David Lopez Garcia vom Feld abgesetzt. Der Vorsprung des Quintetts betrug zeitweilig mehr als sieben Minuten, ehe die Arbeit der Verfolger Wirkung zeigte. Am Ende erreiche das Hauptfeld um Basso und T-Mobile-Kapitän Ullrich mit 2:43 Minuten Rückstand das Ziel.
Holczer ist beeindruckt
"Als unsere Gruppe ein paar Minuten Vorsprung hatte, habe ich mir vorgenommen, keinen von den Anderen mehr wegzulassen. Ich bin froh, dass meine Rechnung am Ende aufgegangen ist", freute sich Schumacher. Auch Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer war begeistert. "Diesen Sieg hat Stefan hervorragend herausgearbeitet. Ich hatte das Gefühl, dass er die Gruppe zu jeder Zeit beherrscht hat, und bin beeindruckt, wie er seine Renntaktik umgesetzt hat", sagte Holczer.
Die fünf Ausreißer hatten sich in der Schlussphase belauert und immer wieder versucht, mit vorzeitigen Attacken zum Erfolg zu kommen. Schumacher hatte jedoch jeden Vorstoß seiner Gegner gekontert und am Ende sogar Sprinter-Qualitäten bewiesen.
Basso hatte ruhigen Tag
Dagegen hatte Spitzenreiter Basso vor den zwei entscheidenden Etappen im Kampf ums Rosa Trikot einen eher geruhsamen Tag. Im Hauptfeld hatte er keine Angriffe seiner Widersacher zu parieren, so dass der CSC-Kapitän weiter einen komfortablen Vorsprung von 5:43 Minuten auf den zweitplatzierten Spanien Jose Enrique Gutierrez aufweist. Gesamt-Dritter ist Bassos italienischer Landsmann Gilberto Simoni mit 10:34 Minuten Rückstand.
Fortgesetzt wird die Italien-Rundfahrt am Freitag mit dem 19. Teilstück, das über 220km von Pordenone zum Passo di San Pellegrino führt. Eine weitere schwere Bergetappe wartet am Samstag, wenn es über 212km von Trento nach Aprica geht, ehe am Sonntag das Ziel des Giro in Mailand erreicht wird.
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