Profi-Radsport

Spanischer Blutdopingskandal

Haftbefehle gegen Fuentes und Merino

27.05.2006 - Madrid (dpa/Ra) - Im Zusammenhang mit dem großen Radsport- Dopingskandal in Spanien sind gegen die beiden Hauptverdächtigen Haftbefehle erlassen worden. Es handelt sich um den Arzt Eufemiano Fuentes und José Luis Merino, den Chef eines Madrider medizinischen Labors.

Beide können die Haft aber gegen Zahlung einer Kaution von jeweils 120 000 Euro umgehen. Zwei weitere Verdächtige, der zweite Sportdirektor des Comunidad Valenciana-Rennstalls, Ignacio Labarta, und der frühere Mountainbike-Rennfahrer Alberto Leon wurden auf freien Fuß gesetzt. Sie dürfen Spanien aber nicht verlassen und müssen sich alle zwei Wochen bei Gericht melden.

Alle vier waren ebenso wie Liberty-Chef Manolo Saiz im Zusammenhang mit dem Skandal um präparierte Blutkonserven festgenommen worden.

Die Anwälte der vier gaben bekannt, dass ihre Mandanten sämtliche Vorwürfe zurück gewiesen hätten. Die Polizei rechnet damit, dass im Zuge der Ermittlungen zahlreiche Namen von Fahrern ans Licht kommen.

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