Profi-Radsport

Neue Ermittlungen belasten deutschen Narkosearzt

30.08.2006 - (sid) - Der deutsche Narkosearzt, gegen den im Zuge der spanischen Dopingaffäre um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes Ermittlungen eingeleitet wurden, soll noch stärker in den Skandal verwickelt sein als bisher bekannt. Der 53-Jährige steht unter dem Verdacht, Arzneimittel illegal nach Spanien geschickt zu haben. Das berichtet das Hamburger Magazin Stern in seiner Donnerstagsausgabe und beruft sich auf Ermittlungen aus Spanien.

Der Name des deutschen Arztes taucht in einer Kalkulation auf, die Fuentes über seine Ausgaben gemacht hat. Die spanischen Ermittler gehen zudem davon aus, dass er Zielperson für Blutkonserven war, die Fuentes und seine Komplizen per Flugzeug nach Hannover gebracht haben. Außerdem hörten die Ermittler mit, wie der spanische Doping-Arzt seinen deutschen Kollegen bat, ihm sanitäres Zubehör für den Betrieb seiner Blut-Konservierungsmaschinen zu schicken.

Treffen mit Manzano

Der ehemalige Radprofi Jesus Manzano sagte im Gespräch mit dem Stern, er habe den Mediziner aus Bad Sachsa schon vor mehr als vier Jahren gemeinsam mit Fuentes in Madrid getroffen. Manzano selbst war während der Tour de France 2003 kollabiert und hatte mit seinen Enthüllungen über systematisches Doping im Radsport den aktuellen Skandal, der unter anderem auch Jan Ullrich erfasst hat, eingeleitet.

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