Swiss Cycling wartet weiter auf Unterlagen

Ullrich: Habe Angebote von mehreren Teams

13.09.2006  |  Berlin (dpa/Ra) – Jan Ullrich geht offenbar immer noch davon aus, seine Karriere fortsetzen zu können. In einem Interview mit der Illustrierten «Bunte» aus Anlass seiner kirchlichen Trauung mit Sara Steinhauser erklärte der Tour-de-France-Sieger von 1997, dass ihm zur Zeit mehrere Angebote verschiedener Teams vorlägen: «Ich muss mich nur noch entscheiden, für wen ich fahren möchte.»

Der unter Doping-Verdacht stehende Wahlschweizer ist überzeugt: «Es wird sich alles zu meinen Gunsten aufklären - da bin ich ganz sicher. Was man gerade mit mir macht, finde ich ungerecht. Ich bin unschuldig.»

Der Schweizer Radsport-Verband, bei dem Jan Ullrich seine Profilizenz gelöst hat, wartet derweil weiter auf beglaubigte Dokumente des Weltradsport-Verbandes UCI zur Doping-Affäre Fuentes. Das bestätigte Lorenz Schläfli, der Sprecher von Swiss Cycling, auf dpa-Anfrage.

«In ein paar Tagen sollten wir sie endlich haben. Dann zweifele ich nicht daran, dass das Material ausreicht, ein Verfahren gegen Ullrich zu eröffnen», sagte Schläfli, der nicht an eine «künstliche Verlängerung der Prozedur durch die UCI» glaubt. Dem von T-Mobile gekündigten Ullrich droht als Wiederholungstäter bei Verurteilung eine lebenslange Sperre.

Laut Schläfli liegen die Verzögerungen an den unterschiedlichen Interessen. «Die spanischen Behörden ermitteln doch nicht gegen Dopingsünder aus dem Fahrerkreis, sondern entsprechend ihrer Gesetzeslage wegen Medikamentenhandel und Gefährdung der öffentlichen Gesundheit», erklärte der Sprecher. Bisher liegen dem Verband nur die Abschriften der Guardia Civil zum dem Fall vor.

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