Profi-Radsport

Drama bei Sechstage-Rennen

Isaac Gálvez stirbt nach Sturz

26.11.2006 - Brüssel (dpa) - Der spanische Radprofi Isaac Gálvez ist nach einem Sturz beim Sechstagrennen von Gent gestorben. Ein Sprecher der Veranstalter teilte mit, der 31-jährige Gálvez sei mit dem belgischen Fahrer Dimitri De Fauw kollidiert und anschließend in eine Balustrade gestürzt.

Der Unfall hatte sich in der zweiten Jagd der Nacht ereignet. Der Spanier, der sofort nach dem Sturz das Bewusstsein verloren hatte, starb auf dem Weg in die Universitätsklinik in Gent.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft prallte Gálvez bei einer Geschwindigkeit von 50 bis 55 km/h gegen die äußere Balustrade der Bahn. Beim Aufprall seines Brustkorbs seien mehrere Rippen gebrochen, von denen einige das Herz verletzt hätten. Das Fahrrad des Spaniers sei in einwandfreiem Zustand gewesen. Auch die Veranstalter hätten alle Sicherheitsvorschriften eingehalten. Die Ermittler forderten die Zuschauer auf, mögliche Videoaufzeichnungen des Sturzes den Behörden zur Verfügung zu stellen.

Das Rennen wurde abgebrochen, die zahlreichen Besucher wurden aufgefordert, nach Hause zu gehen. Auch die Abschlussnacht des belgischen Sechstage-Klassikers in der Genter Halle Het Kuipke wurde gestrichen, «aus Respekt vor Gálvez, seiner Familie und den anderen Fahrern», erklärte der geschockte Veranstalter Rob Discart.

Gálvez war 1999 gemeinsam mit seinem Landsmann Juan Llaneras, mit dem er auch in Gent ein Paar bildete, in Bordeaux Weltmeister im Zweier-Mannschaftsfahren auf der Bahn geworden. Er hatte seine Profikarriere 2000 begonnen. Gálvez war auch Teilnehmer der Tour de France und verzeichnete zwölf Siege auf der Straße.