Wegen angeblicher Kartellbildung

UCI will Tour vor EU-Kommission verklagen

09.01.2007  |  (sid) - Am Dienstag hat der Radsport-Weltverband UCI angekündigt, gegen die Ausrichter der drei großen Rundfahrten (Tour, Giro, Vuelta) vor der Europa-Kommission wegen Kartellbildung zu klagen. Durch diese wollten die Veranstalter ihre dominanten Positionen im Profi-Straßenradsport wahren und die Entwicklung der UCI-Protour behindern. Damit würden nach Ansicht der UCI den Interessen der Teams und Fahrer sowie der Entwicklung des Radsport in Europa und der übrigen Welt Schaden zugefügt.

Die UCI sieht sich nach eigenen Angaben zum Gang vor die EU-Kommission gezwungen, nachdem Versuche zu konstruktiven Dialogen gescheitert seien. Die drei großen Renn-Organisatoren (ASO, RCS und Unipublic) wollen aus der ProTour in ihrer jetzigen Form aussteigen und haben ein Gesamtkonzept für die eigenen Rennen vorgestellt.

Auch T-Mobile, Gerolsteiner und Milram haben Startpflicht übernommen

Demnach sollen ab 2008 16 Teams aufgrund der Ergebnisse aus den beiden vorangegangenen Jahren für die Rennen qualifiziert sein, das restliche Starterfeld soll über Wildcards abgedeckt werden. Die Veranstalter richteten zuletzt elf Rennen und damit den Großteil der ProTour-Serie aus.

Bislang standen jeweils 27 Rennen im Saisonprogramm der vor zwei Jahren gegründeten ProTour. Für die Rennserie hatten 18 Teams, darunter auch die deutschen Rennställe T-Mobile, Gerolsteiner und Milram, eine Lizenz erhalten und damit auch eine Startpflicht für alle Wettbewerbe übernommen.

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