Schweiz wartet auf Übersetzungen aus Deutschland

Beweisen 2500 Seiten Ullrichs Schuld?

Von Pit Weber

25.01.2007  |  Jens Voigt zweifelt, ob Jan Ullrich jemals wieder in den Rennsattel zurückkehren wird. Der Schweizer Verband tut alles, damit der Toursieger von 1997 keine Chance mehr dazu hat - auch falls ihm keine Schuld nachgewiesen werden könnte.

In dieser Woche wollte Bernhard Welten, der zuständige Sachbearbeiter von Swiss Olympic, verkünden, ob gegen Jan Ullrich ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Verwicklung in die Fuentes-Affäre eröffnet wird. Obwohl der Berner den Fall schon seit Monaten prüft und alle anderen Landes-Verbände inzwischen die Verfahren vorläufig eingestellt haben, ist Welten noch zu keinem Entschluss gekommen. Es ist anzunehmen, dass er nicht genug Stoff hat, um den in der Schweiz wohnenden Deutschen anzuklagen.

Zurzeit wartet Welten auf die Übersetzung der beim Bonner Staatsanwalt angekommen Akten der spanischen Guardia Civil ins Deutsche. Welten: „Es sind 2500 Seiten. Das dauert.“ Angenommen, er kann nach Durchsicht der Akten, wenn er sie denn mal erhalten hat, immer noch kein Disziplinarverfahren gegen Ullrich eröffnen, dann könnte es dem Schweizer Verband teuer zu stehen kommen. Denn die Anwälte des Olympiasiegers und mehrfachen Weltmeisters erwägen schon jetzt eine Schadensersatzklage!

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