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30.03.2007 - Palma de Mallorca (dpa) - Schwarzer Tag für die deutschen Bahnrad-Fahrer bei den Weltmeisterschaften in Palma de Mallorca. Bei allen vier Entscheidungen hatten die Athleten des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) nach den beiden Medaillen am ersten Tag nichts zu bestellen.
Das Dilemma begann ausgerechnet mit dem Vierer, der in der Besetzung Robert Bartko, Guido Fulst, Robert Bengsch (alle Berlin) und Leif Lampater (Schweigheim) Fünfter wurde. «Unser Ziel, unter die Top vier zu kommen, haben wir damit verfehlt», sagte Sportdirektor Burckhard Bremer. Der Funktionär musste sich danach heftiger Kritik von Bundestrainer Uwe Freese erwehren. «Ich bekomme vom Verband keine Unterstützung. Bei Rundfahrten zur Vorbereitung muss ich plötzlich drei Mountainbiker mitnehmen und die Bahnfahrer bleiben zu Hause. Und fehlen Sportler bei Lehrgängen, sind es immer die Thüringer», spielte er auf eine Boykotthaltung ähnlich der des WM-Skandals von 2003 an.
Bremer wollte das so nicht im Raum stehen lassen. «Das sind Berliner Ansichten. Herr Freese hatte alle Freiheiten, seit er Bundestrainer ist», sagte er. Dagegen stellte sich der WM-Zweite in der Einerverfolgung, Robert Bartko, hinter seinen Coach. «Uwe Freese hat in allen Punkten Recht.» Spätestens nach der WM sollen Gespräche geführt werden, um das einstige deutsche «Flaggschiff» wieder auf Kurs zu bringen. Großbritannien sicherte sich den Titel vor der Ukraine. Das vom ehemaligen Bundestrainer Heiko Salzwedel betreute Dänemark wurde überraschend Dritter.
Regelrecht peinlich war der Auftritt des ehemaligen Sprint-Weltmeisters René Wolff (Erfurt) und von Maximilian Levy (Cottbus) im Keirin. Die beiden schieden im Hoffnungslauf aus. Damit war erstmals in der Geschichte kein deutscher Athlet im Halbfinale vertreten. Gold holte Chris Hoy aus Großbritannien. In der Einerverfolgung der Frauen fuhren Verena Jooß (Friesenheim) und Larissa Kleinmann (Stuttgart) beide persönliche Bestzeit, aber die reichte nur zu den Rängen acht und zwölf. «Die anderen Länder haben uns überholt», bemerkte Bundestrainer Jochen Dornbusch. Sarah Hammer (USA) verteidigte ihren Titel gegen Rebecca Romero (Großbritannien).
Auch im Sprint der Frauen gab es nichts zu Lachen. Mit Christin Muche (Cottbus) scheiterte die beste Deutsche bereits im Viertelfinale an der Chinesin Shuang Guo klar in zwei Läufen und wurde am Ende Sechste. Jane Gerisch, Dana Glöß (beide Berlin) und Miriam Welte (Kaiserslautern) waren vorher schon ausgeschieden. Halbfinale und Finale finden am Samstag statt. Im abschließenden Scratch-Rennen stürzte Henning Bommel (Berlin) vier Runden vor Schluss mit mehreren anderen Fahrern und schied aus. Gold ging an Kam-Po Wong (Hongkong) vor Wim Stroetinga (Niederlande) und Rafal Ratajczyk (Polen).
Pech auch für Henning Bommel. Der Berliner ist im abschließenden Scratch-Rennen mit einer größeren Gruppe gestürzt und ausgeschieden. Den Titel sicherte sich überraschend Kam-Po Wong aus Hongkong, der acht Runden vor dem Ende einen Ausreißversuch startete und erfolgreich bis ins Ziel fuhr. Er verwies Wim Stroetinga aus den Niederlanden und den Polen Rafal Ratajczyk auf die Plätze.
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