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(Carlo Westphal nach seinem ersten Profisieg über die Konkurrenten)
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31.03.2007 - (Ra/sid) - Seinen vierten Sieg in Folge feierte Ex-Rad-Weltmeister Tom Boonen bei der 50. Auflage des belgischen Halb-Klassikers "E3 Grand Prix". T-Mobile-Kapitän Marcus Burghardt musste sich knapp geschlagen geben. Der 23 Jahre alte Sachse mit Wohnsitz in der Schweiz erreichte nach 203km mit Start und Ziel in Harelbeke den dritten Platz hinter dem Schweizer Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara (CSC), ließ aber im Schlussspurt eines Spitzen-Quartetts den Italiener Manuel Quinziato (Liquigas) hinter sich.
Beim Jubiläum der erstmals 1958 in Flandern ausgetragenen Fernfahrt zog Quickstep-Kapitän Boonen mit Rekordsieger belgischen Landsmann Rik van Looy gleich, der das Rennen zwischen 1964 und 1969 ebenfalls viermal gewann. Einzige deutsche E3-Sieger waren der Geraer Olaf Ludwig (1991) und der Frankfurter Dietrich Thurau (1977).
Steffen Wesemann stieg vom Rad
Am Samstag war das Peloton bei der Achterbahnfahrt über zwölf giftige Anstiege lange zusammengeblieben. Von den so genannten Hellingen und den Kopfsteinpflaster-Passagen hatte Steffen Wesemann (Wolmirstedt) schnell genug. Beim Houppe-Anstieg, dem zweiten Hellingen, stieg der Kapitän vom Karlsruher Team Wiesenhof vom Rad. Bewegung ins Hauptfeld kam rund 50km vor dem Ziel, als es vereinzelte Fluchtversuche gab. Doch Boonen und Burghardt ließen keine Alleingänge zu.
"Der dritte Platz ist für mich ein Riesenerfolg", strahlte Burghardt nach seinem bisher größten Erfolg als Profi. "Bis zwei Kilometer vor dem Ziel sind wir in der Spitze zusammen geblieben, dann habe ich es mit einem Antritt versucht und befand mich danach in der ungünstigen ersten Position." Lob erhielt die Klassikerhoffnung vom Sportlichen Leiter: "Marcus hat genau das Richtige getan und angegriffen“, so tristan Hofmann. „Er ist zwar nicht weggekommen, aber er wird es wieder versuchen, und irgendwann klappt es dann."
"Von meinen vier Siegen hier war das heute der schwerste“, sagte Boonen. „Ich hatte Krämpfe auf den letzten Kilometern, weil ich nicht genug getrunken habe. Aber dieser Sieg beruhigt mich. Die Form, die man in Harelbeke hat, hat man normalerweise auch bei der Flandern-Rundfahrt." Der Belgier will in einer Woche zum dritten Mal hintereinander das "Radsport-Monument" in seiner flämischen Heimat gewinnen will.
Nahezu das identische E3-Starterfeld geht am Sonntag erneut in Belgien an den Start. Die 47. Auflage der Fernfahrt "Pfeil von Brabant" über 200km von Zaventem nach Alsemberg ist ein weiterer Test für die Flandern-Rundfahrt am kommenden Wochenende.
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