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"Ich habe mich verpflichtet, für den Besten zu fahren. "
(Lance Armstrong zu seinem Start bei der Tour de France 2009)
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01.05.2007 - (sid/dpa/Ra) - Heimsieg für Patrik Sinkewitz (T-Mobile). Der Hesse gewann die 46. Auflage des Radklassikers Rund um den Henninger Turm nach 192,7km aus einer Ausreißergruppe heraus vor dem Norweger Kurt Asle Arvesen (CSC) und dem Italiener Dario Cataldo (Liquigas). Das Hauptfeld verschätzte sich und nahm die Verfolgung der Ausreißer zu spät auf.
Zabel kommt im Hauptfeld an
In seinem "Wohnzimmer" verpasste indes Rekordsieger Erik Zabel vom Team Milram nach den Erfolgen von 1999, 2002 und 2005 seinen vierten Triumph am Henninger Turm und landete deutlich abgeschlagen hinter der Spitze im Hauptfeld.
Am Tag der Arbeit wurde der Ausreißversuch von Sinkewitz aus einer Dreiergruppe rund einen Kilometer vor dem Ziel letztlich belohnt. "Ich freue mich riesig. Das ist mein Heimrennen, und ich wollte es einmal in meinem Leben gewinnen", jubelte der Gewinner der Deutschland-Tour von 2004, der als Belohnung eine einwöchige Trainingspause einlegen wird.
Beinahe hätte Sinkewitz seinen Sieg jedoch verschlafen: ,,Im Ziel wusste ich nicht, dass das Rennen schon zu Ende ist. Ich dachte, wir müssen noch eine Runde fahren. Ein Physiotherapeut brüllte: Stopp, Stopp", schmunzelte Sinkewitz nach dem Rennen.
Ungeachtet der nicht enden wollenden Doping-Diskussionen waren erneut über eine Million Zuschauer an die Strecke geströmt und hatten bei Temperaturen von 17 Grad Celsius für Volksfeststimmung gesorgt. Nachdem der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) die 183 Fahrer - darunter 51 Deutsche - auf die Strecke geschickt hatte, entwickelte sich zunächst ein unspektakuläres Rennen.
Bei den Steigungen im Taunus bestach dann allerdings der in der Saison bis dato noch sieglose Sinkewitz mit seiner offensiven Fahrweise. Rund 55km vor dem Ziel hatte eine neunköpfige Spitzengruppe um den Osthessen einen Vorsprung von über vier Minuten auf das Hauptfeld herausgefahren.
"Diesmal hat es geklappt"
Bereits im vergangenen Jahr hatte Sinkewitz zusammen mit dem Berliner Ausreißerkönig Jens Voigt (Team CSC/Dänemark) die Flucht nach vorne angetreten und war erst auf der Schlussrunde vom Peloton "geschluckt" worden. Sinkewitz: "Das war bitter, aber diesmal hat es geklappt." Der Vorsprung schmolz zwar zusehends, doch diesmal behielt Sinkewitz vor den Augen seiner gesamten Familie die Nerven.
Ein starkes Rennen fuhr auch Elnathan Heizmann vom Team 3-C Gruppe Lamonta. Der 25-Jährige beendete den schweren Klassiker auf Rang vier. Starke Leistungen zeigten auch die Schweizer Marcel Wyss (Atlas) und Florian Stalder (Volksbank), sowie die Österreicher Thomas Rohregger und Stefan Denifl (beide Team Elk Haus), die allesamt zur Ausreißergruppe gehörten und sich am Ende auch unter den Top Ten klassifzizeren konnten. Heinrich Haussler (Team Gerolsteiner), der den Sprint des Hauptfeldes gewann, belegte mit 24 Sekunden Rückstand auf Sinkewitz den zehnten Platz.
Anderthalb Wochen nach seinem Sieg beim Amstel Gold Race misslang Hausslers Teamkollege Stefan Schumacher ein weiterer Überraschungscoup. Der "Rad-Schumi" aus Nürtingen startete zwar auf den letzten beiden Kilometern noch eine Attacke, kam aber nicht mehr an die Spitze heran.
Sprintstar Zabel war ob seiner zurückliegenden Erfolge am Henninger Turm mit großen Hoffnungen von der Niedersachsen-Rundfahrt (5. Platz) nach Frankfurt gereist. "Für mich gehört dieses Rennen schon immer zu den wichtigsten in der Saison. Ein Sieg dort ist immer etwas Besonderes", sagte der sechsmalige Gewinner des grünen Trikots bei der Tour de France. Unterstützung hatte sich Zabel von seinem ebenfalls sprintstarken Teamkollegen Alessandro Petacchi (Italien) erhofft, der erst am Sonntag zum zweiten Mal die Niedersachsen-Rundfahrt gewonnen
"Wir hätten es verdient"
Derweil haben die Verantwortlichen des abschließenden Frühjahrsklassikers am Henninger Turm ihr Bemühen um den ProTour-Status forciert. Bislang hatte der Weltverband UCI den Hessen den Aufstieg in die höchste Kategorie beharrlich versagt. "Das ist mir unverständlich. Wir haben eine sichere Veranstaltung und das beste Publikum. Wir hätten es verdient", betonte Veranstalter Bernd Moos-Achenbach, der der UCI in der vergangenen Woche einen entsprechenden Brief zukommen ließ.
Als "Nachrücker" kam Frankfurt aber offenbar nicht in Frage, obwohl das für den 7. Oktober 2007 geplante ProTour-Rennen "Züri Metzgete" in Zürich aus finanziellen Gründe abgesagt worden war. Bislang zählen lediglich die Deutschland-Tour und die Cyclassics in Hamburg zu der 27 Veranstaltungen umfassenden UCI-Rennserie.
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