Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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26.05.2007 - Bremen (dpa) - Bei einem siebenstündigen Krisengipfel sind in Bremen die Weichen für die sportliche Zukunft von Erik Zabel im Team Milram gestellt worden.
«Wir müssen noch einiges abklären - dann geben wir die Entscheidung wahrscheinlich am Dienstag bekannt», sagte der Niederländer Gerry van Gerwen, Manager des Milram-Teams, in dem Zabel noch einen Vertrag bis 2008 hat. Auch der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) lässt sich Zeit mit seiner Entscheidung über die WM-Teilnahme von Erik Zabel. «Die Entscheidung fällt auf keinen Fall am Wochenende», sagte BDR-Sportdirektor Burkhard Bremer der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.
Die bisherige Galionsfigur des deutschen Profi-Radsports hatte in Bonn ein Doping-Geständnis abgelegt und riskiert die Suspendierung durch sein Team, das vom norddeutschen Milch-Riesen «Nordmilch» gesponsert wird.
Der geständige Topsprinter Zabel, Team-Direktor Gianluigi Stanga (Italien), van Gerwen und Martin Mischel, der Vorstand des Marketing-Vertriebes des Sponsors, sprachen in Bremen über Zabels Zukunft. Von der Milram-Entscheidung in Sachen des nach Siegen gerechnet erfolgreichsten, noch aktiven Radprofis der Welt, hängt auch ab, ob der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) den 36-jährigen Berliner für die kommende Straßen-WM im September in Stuttgart nominiert.
«Wir werden uns im Präsidium zusammensetzen und lassen uns nicht drängen», sagte Bremer vom BDR. Die WM in Stuttgart findet erst im September statt. Bremer hatte bereits nach dem Doping-Geständnis von Zabel eine wohlwollende Bearbeitung des Falles durchblicken lassen.
Zabel war im vergangenen Jahr hinter Paolo Bettini Vize-Weltmeister geworden. Der Radrennprofi gestand, 1996 eine Woche lang das Blut-Doping-Mittel EPO ausprobiert zu haben. Nach den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA verjähren Doping-Verstöße nach acht Jahren.
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