Profi-Radsport

Doping-Affäre "Oil for Drugs"

Entscheidung im Fall di Luca nicht vor September

03.08.2007 - (sid) - Im "Fall Danilo di Luca" gibt es noch keine Entscheidung. Das Urteil über ein mögliches Dopingvergehen des italienischen Radprofis ist um mindestens einen Monat vertagt worden. Der Giro-Sieger war vom nationalen Olympischen Komitee Italiens CONI wegen möglicher Verwicklung in die Doping-Affäre "Oil for Drugs" vernommen worden.

Wie das CONI nun mitteilte, konnte es wegen einiger ungeklärter juristischer Fakten noch keine Entscheidung treffen. Die Doping-Abteilung des Komitees ist noch bis zum 2. September geschlossen, so dass frühestens dann mit einer Entscheidung zu rechnen ist.

Di Luca, der seine Unschuld beteuert, hatte vor gut zwei Wochen einen Teilerfolg errungen, als ein Untersuchungsrichter in Pescara auf Anweisung des Staatsanwalts die gegen ihn laufenden Doping-Ermittlungen eingestellt hatte.

Di Luca war beschuldigt worden, Kunde des umstrittenen Sportarztes Carlo Santuccione zu sein. Nach Informationen italienischer Medien hatte die Polizei Telefongespräche von Di Luca mit Santuccione abgehört. Zudem existiere ein Video, das Di Luca bei Santuccione zeige, während der Mediziner eine Spritze mit EPO-Doping für den Radprofi vorbereite. Nach Angaben von Di Lucas Rechtsanwalt beziehen sich die Angaben alle auf die Ermittlungen aus dem Jahr 2004.

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