Verträge mit entsprechenden Klauseln

Milram: Bei Doping drohen Schadensersatzklagen

10.01.2008  |  (sid) - Bei Dopingvergehen drohen den Fahrern des deutschen Radrennstalls Milram in Zukunft empfindliche Schadensersatzklagen. In die neuen Verträge der Profis wurden entsprechende Klauseln eingebaut. "Wir wollen in Zukunft die Schlupflöcher schließen und dem Einzelnen deutlich machen, dass sich Betrug nicht lohnt", sagte Martin Mischel als Marketingchef des Hauptsponsors Nordmilch bei der Milram-Teampräsentation am Donnerstag in Bremen.

In dieser Saison startet das Team Milram erstmals mit einer deutschen Lizenz, nachdem der mit Dopingvorwürfen schwer belastete italienische Teamchef Gianluigi Stanga durch den Niederländer Gerry van Gerwen ersetzt worden ist: "Wir können Herrn Stanga direkt nichts vorwerfen, aber man kann die Vergangenheit auch nicht ignorieren, deshalb haben wir uns mit ihm geeinigt", begründete Mischel die Trennung von Stanga, der von Doping-Sünder Jörg Jaksche als Drahtzieher von Doping-Machenschaften bezichtigt worden war.

Dass auch Erik Zabel nach seinem Doping-Geständnis im Mai in seiner wohl letzten Radsaison noch einmal eine wichtige Rolle im Team spielen soll, sieht Mischel nicht als Problem für den proklamierten Anti-Doping-Kampf. Das Doping-Geständnis des 37-Jährigen habe "keine negativen Auswirkungen" auf die Markenwerte von Milram gehabt. Stattdessen habe man 2007 um 20 Prozent höhere Werte erzielt als im Vorjahr. Zabels Popularität sei ungebrochen und sportlich verspreche man sich auch in diesem Jahr noch einiges von ihm, so Mischel.

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