"Das sind nur Gerüchte"

Rasmussen und Rabobank weisen Blutdoping-Vorwürfe zurück

16.01.2008  |  Kopenhagen (dpa/Ra) - Der Däne Michael Rasmussen und sein früherer Arbeitgeber Rabobank weisen die noch nicht konkretisierten Vorwürfe der ARD zurück, wonach der 33-Jährige zu den Kunden einer Wiener Blutbank zähle und dort Blutdoping betrieben habe. Rasmussen selbst reagierte nach Bekanntwerden der Vorwürfe nicht auf Anfragen von Journalisten. Er ließ seinen Manager Mads Frederiksen gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau erklären: «Bisher haben sich alle Dopingvorwürfe gegen Michael in Luft aufgelöst. Es ist deshalb unverantwortlich, dass die Medien derart lose Behauptungen weiterverbreiten, wie sie jetzt von der ARD gekommen sind.»

In der Kopenhagener Zeitung «Ekstra Bladet» sagte Henri van der Aat, Direktor des niederländischen Profiteams Rabobank, von dem mehrere Fahrer in das angebliche Blutdoping in Wien verwickelt sein sollen: «Das sind nur Gerüchte. Wir wissen, dass die Blutwerte unser Fahrer in Ordnung sind. Das sind die Tatsachen.»

Die dänischen Zeitungen gingen am Mittwoch trotz der wenig konkreten Aussagen von Seiten der ARD scharf auf Distanz zu Rasmussen, den Rabobank kurz vor dem schon weitgehend sicheren Sieg bei der letzten Tour de France wegen Falschaussagen zu seinen Trainingsorten aus dem Rennen genommen und gekündigt hatte. «B.T.» meinte: «Es wird immer enger für Rasmussen.»

Dass der Däne zu den neuen Vorwürfen selbst schweige, sei «leicht zu durchschauen»: Rasmussen soll seinem Ex-Arbeitgeber Rabobank mit Enthüllungen über dessen Mitwisserschaft bei umfassendem Doping drohen, falls die Niederländer ihn nicht mit viel Geld für die Kündigung 2007 entschädigen. «Ekstra Bladet» kommentierte: «Rasmussen ist inzwischen derart belastet, dass seine Schultern sich extrem schwer anfühlen müssen.»

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