Wegen Rufschädigung

Totschnig will die ARD verklagen

23.01.2008  |  (sid) - Der ARD droht ein Rechtsstreit mit Georg Totschnig. Der ehemalige Telekom- und Gerolsteiner-Fahrer will die TV-Anstalt, die ihm vor einer Woche Blutdoping unterstellt hatte, wegen Rufschädigung verklagen. Laut Österreichischem Rundfunk ORF habe der 36-Jährige auf Medienrecht spezialisierte Wiener Anwälte beauftragt, "alle möglichen rechtlichen Schritte zu ergreifen". Die Klage werde Anfang nächster Woche eingereicht, versicherte Anwältin Barbara Auzinger der Nachrichtenagentur APA.

Totschnig stand bis Ende 2006 beim Team Gerolsteiner unter Vertrag, ehe er seine Karriere beendete. 2005 hatte er in den Pyrenäen für den ersten Etappensieg eines Österreichers bei der Tour de France gesorgt.

Zuvor hatte der Deutsche Skiverband (DSV) bereits rechtliche Schritte gegen die verantwortlichen ARD-Redakteure angekündigt, allerdings nicht gegen den Sender selbst.

In der ARD-Meldung war Totschnig als einer von vier Radprofis namentlich genannt worden, die unter Verdacht stünden, Blutdoping über die Wiener Firma Humanplasma betrieben zu haben. Der gleiche Vorwurf war gegen rund 20 deutsche Biathleten und Skilangläufer erhoben worden.

Zwischenzeitlich hat sich die ARD für die Verbreitung der Nachricht entschuldigt. Die journalistische Sorgfaltspflicht sei nicht gewahrt worden.

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