Profi-Radsport

106. Paris-Roubaix

Boonens zweiter Triumph in der "Hölle des Nordens"

13.04.2008 - (rsn/sid) - Tom Boonen (Quick Step) triumphierte in der "Hölle des Nordens". Der Belgier gewann überlegen den Schlussspurt einer dreiköpfigen Spitzengruppe auf der Rennbahn in Roubaix vor dem Schweizer Fabian Cancellara (CSC) und dem Italiener Alessandro Ballan (Lampre). Es war Boonens zweiter Sieg nach 2005.

Für Boonen war dieser Triumph wie eine Befreiung. Seit seinem Erfolg bei der Flandern-Rundfahrt 2006 wartete der belgische Volksheld auf einen großen Klassiker-Sieg. Auch in dieser Saison lief für den Weltmeister von 2006 bei den Pflaster-Rennen nur wenig nach Wunsch, Siege bei den Heimrennen blieben aus.

Als große Überraschung von Paris-Roubaix entpuppte sich der junge Niederländer Martyn Maaskant (Slipstream) der vor Vorjahressieger Stuart O`Grady, Silence-Lotto-Kapitän Leif Hoste und dem eine Woche nach seinem Flandern-Sieg erneut starken Stijn Devolder den vierten Platz belegte. George Hincapie fuhr als bester High-Road-Akteur auf den den neunten Platz.

Deutsche Fahrer spielten bei der "Königin der Klassiker" keine entscheidende Rolle. Der in Wolmirstedt geborene Schweizer Steffen Wesemann (Collstrop) hielt bei dem zweitältesten Radrennen der Welt nur bis 50 Kilometer vor dem Ziel mit den Spitzenfahrern mit, und auch der Münchner Andreas Klier (High Road) erwischte nicht seinen besten Tag. Gerolsteiner-Profi Sven Krauß aus Herrenberg wurde als 18. überraschend bester Deutscher

35 Kilometer vor dem Ziel sorgten Cancellara und Boonen für eine Vorentscheidung, als sie Flandern-Sieger Stijn Devolder (Quick Step) einholten und danach gemeinsam miit Ballan das Tempo weiter forcierten. Die hochklassig bsetzte kleine Gruppe harmonierte auf den letzten acht der insgesamt 28 Kopfsteinpflaster-Passagen prächtig miteinander und ließ den Verfolgern keine Chance.

Vor dem Start im 80 Kilometer nördlich von Paris liegenden Compiegene wurden bei Fahrern von sechs Mannschaften, darunter auch Gerolsteiner, Bluttests durchgeführt. Bei keinem der Getesteten wurden Auffälligkeiten festgestellt.

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