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15.06.2008 - (rsn/dpa/sid) - Alejandro Valverde (Caisse d'Espargne) hat bei der Dauphiné Libéré den ersten großen Rundfahrtsieg seiner Karriere eingefahren. Der 28-jährige Spanier kam auf der nur 128km langen, aber schweren Schlussetappe mit drei Bergwertungen der 1. und 2. Kategorie mit dem Hauptfeld in Grenoble an und präsentierte sich drei Wochen vor dem Start der Tour de France bereits in Topform. Mit einem Rückstand von 39 Sekunden wurde der Australier Cadel Evans (Silence-Lotto) Zweiter vor dem US-Amerikaner Levi Leipheimer (Astana), dem am Ende 1:24 Minuten auf Valverde fehlten.
Auch wenn in den Vorjahren die Gewinner der Generalprobe zur Tour de France im Juli die in sie gesetzten Erwartungen nur in den seltensten Fällen erfüllen konnten, avancierte Valverde mit seinem überlegen herausgefahrenen Gesamtsieg zu einem der großen Favoriten für die am 5. Juli in Brest beginnende Frankreich-Rundfahrt. «Das war eine sehr gute Vorbereitung für die Tour», meinte ein zufriedener Valverde nach seinem Triumph in Grenoble..
Den Grundstein für seinen Erfolg in Südfrankreich hatte Valverde beim Zeitfahren in St. Paul de Jerez gelegt, das er überraschend deutlich gewann. Auf der «Königsetappe» am Samstag über 233 Kilometer, die der CSC-Profi Chris Anker Sörensen (Dänemark) im Alleingang gewonnen hatte, wehrte der Caisse d’Epargne-Kapitän souverän die Angriffe von Evans und Leipheimer ab.
Den Tagessieg in der Winter-Olympiastadt von 1968 sicherte sich der Kasache Dimitri Fofonow (Credit Agricole) im Sprint einer drei Fahrer starken Ausreißergruppe vor dem Belgier Jürgen van de Valle (Quick Step) und dem Russen Jury Trofimow (Bouygues Telecom), der die erste Etappe am Freitag gewonnen hatte.
Auf dem achten und letzten Tagesabschnitt kamen die Favoriten geschlossen mit 2:21 Minuten Rückstand auf den Sieger ins Ziel, so dass sich in der Gesamtwertung auf den ersten neun Plätzen keine Änderungen mehr ergaben. Lediglich der bisherige Zehnte, der Australier Michael Rogers (High Road) wurde vom italienischen Tagesfünften Matteo Carrera (Quick Step) noch auf den elften Rang verdrängt. Wichtiger als diese Platzierung dürfte für Rogers aber am Ende die Erkenntnis gewesen sein, dass er nach einer langen Auszeit (Pfeiffer’sches Drüsenfieber) noch rechtzeitig in Tour-Form gekommen ist.
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