Lampre-Sprinter wartet noch immer auf CONI-Entscheidung

Petacchi: "Cavendish muss ruhiger werden"


Alessandro Petacchi (Lampre) Foto: ROTH

10.01.2011  |  (rsn) – Alessandro Petacchi (Lampre) hat seinem Sprintrivalen Mark Cavendish (HTC-Highroad) zu mehr Ruhe geraten. Der 37 Jahre alte Italiener sieht den elf Jahre jüngeren Briten auch in der neuen Saison als seinen schärfsten Kontrahenten. „Er wird wieder ’der’ Rivale sein, auch wenn er ruhiger werden muss […]. Er betrachtet jedes Rennen wie einen Krieg, und das ist falsch“, sagte Petacchi, der sich derzeit in Kalifornien auf die Saison vorbereitet und dabei auch gemeinsam mit Cavendish trainiert, der Gazzetta dello Sport.

Die beiden Weltklassesprinter werden bei Mailand-San Remo aufeinander treffen. Petacchi gewann den Frühjahrsklassiker 2005, Cavendish siegte vier Jahre später. Im vergangenen Jahr wurde der Lampre-Kapitän Dritter hinter dem Spanier Oscar Freire (Rabobank) und dem Belgier Tom Boonen (Quick Step). In dieser Saison traut sich Petacchi den Sieg zu. "Letztes Jahr habe ich einen Fehler gemacht. Nicht im Sprint, sondern am Poggio, wo ich zu viel getan habe“, erklärte der Ligurer. „Wenn ich mit den gleichen Beinen dorthin komme, werde ich nicht den gleichen Fehler machen, und dann sprechen wir uns im Sprint.“

Ob Petacchi allerdings überhaupt wird starten können, hängt nach wie vor vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens CONI ab, das nach einer Anhörung vom August im Fall des erneut unter Dopingverdacht stehenden Sprintstars noch immer keine Entscheidung gefällt hat.

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von Padua sieht sich Petacchi mit dem Vorwurf des Blutdopings konfrontiert. Gegen seinen Teamkollege Lorenzo Bernucci wurde im Rahmen derselben Untersuchung bereits im Dezember wegen wiederholten Dopings ein sechsjähriges Fahrverbot beantragt. Auch für Petacchi wäre es die zweite Dopingsperre und damit gleichbedeutend mit dem Ende seiner Karriere.

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