Auch mit knapp 36 noch topmotiviert

Roberts: "Sehe bei Stölting großes Potential"

Von Christoph Adamietz


Luke Roberts fährt ab sofort für das Team Stölting | Foto: ROTH

27.12.2012  |  (rsn) – Während viele Fahrer mit knapp 36 Jahren ihre Karriere beenden, wagt Luke Roberts im Spätherbst seiner Karriere noch einmal den Schritt zurück vom WorldTour-Team Saxo Bank zum Gelsenkirchener Continental-Rennstall Stölting.

Langsam ausklingen lassen will der Australier seine Karriere dort aber nicht. „Ich bin noch topmotiviert, möchte dem Team bei der Umsetzung seiner ambitionierten Ziele helfen, habe selbst aber auch noch sportliche Ziele. Ich bin durchaus noch in der Lage, gute Ergebnisse einzufahren“, kündigte Roberts im Gespräch mit Radsport News an.

Beim Team Stölting, das vermehrt mit jungen deutschen Fahrern in den kommenden Jahren den Sprung in die WorldTour schaffen will, trifft Roberts auch auf alte Bekannte. Teamchef Jochen Hahn und Kapitän Björn Schröder waren 2010 wie Roberts beim Team Milram beschäftigt. „Sie haben mir von diesem Projekt erzählt und ich war sofort begeistert. Ich bin sicher, dass ich beim Team eine gute Zeit haben werde“, so der Stölting-Neuzugang.

Das Potential, es bis in die WorldTour zu schaffen, ist nach Roberts` Auffassung definitiv da. „Es ist eine gute Zeit für ein Rad-Team, um in Deutschland zu wachsen. Das Team wird von starken Sponsoren unterstützt, was ein sehr wichtiges Fundament ist. Das Team hat ein sehr großes Potential“, erklärte er.

Während das Projekt des Team Stölting ein langfristiges ist und die Verträge mit Sponsoren und den meisten Fahrern über mehrere Jahre hinweg laufen, hat Roberts nur einen Einjahresvertrag unterschrieben. „Ich werde im Januar 36 Jahre alt, da wäre ein mehrjähriger Vertrag für beide Seiten nicht sinnvoll gewesen. So können wir von Saison zu Saison schauen“, so Roberts.

Bei seinem neuen Team wird Roberts gemeinsam mit Björn Schröder die Rolle des Mentors einnehmen. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den jungen Sportlern. Ich denke, sie können von meiner Erfahrung sicherlich profitieren“, so Roberts, der nach seiner Karriere als Trainer arbeiten und in dieser Rolle schon erste Erfahrungen sammeln will.

Bei einigen Rennen wird der Ex-Saxo-Bank-Profi aber auch auf eigene Rechnung fahren und für die Ergebnisse zuständig sein. „Gerade für Rund um Köln, das unweit meiner Haustür ausgetragen wird, bin ich sehr motiviert. Da möchte ich vorne mitfahren und ein Wörtchen um den Sieg mitreden“, kündigte Roberts an. „Aber auch die Bayern-Rundfahrt ist ein sehr schönes Rennen und ich hoffe, dass wir vom Veranstalter mit einer Wildcard ausgestattet werden, um uns dort zeigen zu können.“

Dass Roberts in der kommenden Saison mit dem Gelsenkirchener Continental-Rennstall nicht an den großen Rennen wie der Tour de France, die er zuletzt 2010 bestritt, oder den Giro d`Italia, bei dem er in der abgelaufenen Saison am Start stand, teilnehmen kann, ist für den Australier mit Wohnsitz in Kerpen kein Problem. „Ich bin ja im Laufe meiner Karriere auch schon für Continental-Teams gefahren. Da weiß ich genau, was ich zu erwarten habe.“

Der Rennkalender war indes sogar einer der Gründe, weshalb er sich für das Team Stölting entschied. „Ich wollte unbedingt auch wieder an den Bahn-Rennen im Winter teilnehmen. Bei einem WorldTour-Team hätte ich schon im Januar die ersten Rennen auf der Straße gehabt, was einen Start bei den Sechstagerennen unmöglich gemacht hätte“, so Roberts abschließend.

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