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"Ich kann noch gar nicht begreifen, dass ich jetzt Zweiter der Tour bin!"
(Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl nach der 15. Tour-Etappe)
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15.05.2001 - Zürich (dpa) - Der Schweizer Rad-Profi Roland Meier vom Essener Team Coast ist in der Doping-Kontrolle nach dem Flèche Wallonne am 19. April positiv auf EPO getestet worden. «Die A-Probe war positiv. In einem Telefonat hat mir Roland geschworen, nichts genommen zu haben. Wenn sich der Verdacht durch die noch ausstehende B-Probe bestätigt, fliegt er raus. Bei uns gibt es kein Doping, die Vertragsklauseln sind entsprechend eindeutig», reagierte Coast-Teamchef Wolfram Lindner auf den Vorfall.
Bei dem gleichen Test war auch der Däne Bo Hamburger, Fahrer im dänischen CSC Worldonline-Team von Bjarne Riis, im Netz der Doping-Fahnder hängen geblieben. Der Schweizer Radsportverband Swiss Cycling hat gegen den 33 Jahre Meier ein Verfahren eröffnet, wie der Verband mitteilte. Der Radsport-Weltverband UCI ist die erste Dachorganisation, die die vom IOC noch nicht anerkannte, neue französische Methode zum EPO-Nachweis seit 1. April anwendet.
Die Urinprobe war Ende April im Labor des Lausanner Universitäts- Instituts kontrolliert worden. Es ist eins der wenigen Labors, das die in Frankreich erforschte Methode mit EPO-Nachweis im Urin anwenden kann. Der Fahrer kann innerhalb von fünf Tagen eine Gegen- Expertise mit der anlässlich der Doping-Kontrolle in Belgien gleich- zeitig erhobenen B-Probe verlangen. Der Anwalt von Roland Meier hat dies bereits in Aussicht gestellt. Die Gegenanalyse muss innerhalb von zehn Arbeitstagen im selben Labor erfolgen.
Wenn auch die B-Probe positiv ausfällt, wird das Verfahren mit der Anhörung des Fahrers durch den Doping-Verantwortlichen und später mit der Hauptverhandlung vor der unabhängigen Doping-Strafbehörde von Swiss Cycling fortgesetzt. Die Sperre bei einem erstmaligen Doping- Vergehen beträgt zwischen sechs und zwölf Monate. Zudem wird der Fahrer disqualifiziert und mit einer Busse zwischen 2000 und 4000 Schweizer Franken belegt.
Bei der Vorstellung des neuen Coast-Teams um den ehemaligen Schweizer Doping-Sünder Alex Zülle hatte der ehemalige DDR- Nationaltrainer Lindner im Februar in Berlin klare Anti-Doping- Richtlinien formuliert.
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