Blutende Wunde am Auge, aber die Form stimmt

Martin: Nach drei Saltos war der Klassiker-Start beendet

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Tony Martin (Katusha-Alpecin) | Foto: Cor Vos

28.02.2017  |  (rsn) - Den Einstieg in die Klassikersaison hat sich Tony Martin ganz anders vorgestellt. Ohne Ergebnis, dafür mit einer Wunde über dem rechten Auge, die mit acht Stichen genäht werden musste, kehrte der viermalige Zeitfahrweltmeister aus Belgien zurück, wo er am Samstag beim Omloop Het Nieuwsblad auf Rang 102 ins Ziel gekommen war - und am Sonntag bei Kuurne-Brüssel-Kuurne gar nicht.

Bei einem Sturz rund 65 Kilometer vor dem Ziel zog sich Martin eine klaffende Wunde im Gesicht zu, als er in Folge einer Welle, die durch das Feld ging, über einen vor ihm stürzenden Katusha-Alpecin-Teamkollegen flog. "Ich bin voll über ihn drüber, habe drei Saltos gemacht und habe dann leider ordentlich mit dem Gesicht gebremst“, berichtete der 31-Jährige in einem Beitrag auf seiner Website. Obwohl er stark blutete, schwang sich Martin zunächst wieder aufs Rad, um das Rennen in der Gruppe der Favoriten fortzusetzen.

"Doch meine Betreuer im Auto haben dann gesagt, es kann nicht weitergehen, die Wunde würde zu sehr klaffen und ich müsse sofort ins Krankenhaus“, schrieb Martin, dem es "sogar etwas peinlich“ war, als er mit Blaulicht abtransportiert wurde. Im Krankenhaus musste die Wunde dann mit acht Stichen genäht werden. Martins Team konnte allerdings schnelle Entwarnung geben: Der prominente Neuzugang hatte sich weder, wie befürchtet, eine Gehirnerschütterung noch irgendwelche Frakturen zugezogen.

Und auch Martin selber zeigte sich mit Blick auf die bevorstehenden Aufgaben zuversichtlich: "Die Verletzung wird mich jetzt nicht weiter beeinträchtigen. Ich denke, dass ich ganz normal trainieren kann“, meinte er und zog ein positives Fazit von seinen ersten Klassiker-Einsätzen des Jahres: "Meine Form ist wirklich sehr gut.“

Das kann er bereits am kommenden Wochenende beweise, wenn mit Paris-Nizza das erste größere Etappenrennen des Jahres ansteht.

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