Doping-Sünder Fulst kommt mit Geldstrafe davon

28.05.2001  |  Berlin (dpa) - Rad-Olympiasieger Guido Fulst ist um eine Sperre herumgekommen. Das Bundessportgericht hat den Berliner wegen seines Doping-Vergehens nur zu einer Geldstrafe verurteilt.

Wie die «Netzeitung» berichtete, muss Fulst 2000 Schweizer Franken Strafe (rund 2500 Mark) zahlen und wird nachträglich für das Stuttgarter Sechstagerennen disqualifiziert. Der Beschluss war bereits am 23. Mai nach der Anhörung von Fulst in Frankfurt (Main) ergangen.

«Wir haben auf eine Sperre verzichtet, weil es sich um einen Erstverstoß gehandelt hat und nur eine geringe Schuld feststellbar war. Herr Fulst hat uns während der Anhörung glaubhaft versichert, dass er am letzten Tag des Sechstagerennens einfach zu viel Cola und Kaffee zu sich genommen hat», begründete der Vorsitzender des Bundessportgerichtes, Peter Barth.

Der 30-jährige Fulst war während des Sechstagerennens in Stuttgart (19. bis 24. Januar) sowohl in der A- als auch in der B-Probe positiv getestet worden. Im Urin des Olympiasiegers von Sydney war eine nicht erlaubte Konzentration von Coffein nachgewiesen worden. Wie Barth erklärte, gehört Coffein laut dem Reglement zu den «geringer wirkenden Stimulanzien». Hätte das Bundessportgericht eine Sperre gegen Fulst ausgesprochen, hätte sie im Höchstfall drei Monate betragen.

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Tour du Loir et Cher E Provost (2.2, FRA)
  • Grand Prix of Adygeya (2.2, RUS)
  • Winston Salem Cycling Classic (1.2, USA)
DATENSCHUTZ    |    KONTAKT    |    IMPRESSUM