Spanischer Staat verliert Berufung

Vuelta-Sieger Heras erhält 724.000 Euro Entschädigung

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Roberto Heras 2005 im Goldenen Führungstrikot der Vuelta a Espana neben dem Zweitplatzierten Denis Menchov (l.) und dem Dritten Carlos Sastre. Foto: ROTH

09.05.2017  |  (rsn) - Roberto Heras erhält vom spanischen Staat 724.000 Euro Entschädigung. Das entschied der Oberste Gerichtshof des Landes in letzter Instanz. Der mittlerweile 43 Jahre alte Spanier hatte ursprünglich sogar eine Million Euro gefordert, weil ihm in Folge eines positiven EPO-Tests der Gesamtsieg bei der Vuelta a Espana 2005 aberkannt worden war.

Heras war gegen seine Sperre gerichtlich vorgegangen und hatte dabei geltend gemacht, dass seine Dopingproben nicht sachgemäß gelagert worden seien. Dieser Argumentation war 2011 ein Gericht in Castilla y León gefolgt. Im Januar 2016 wurde ihm wegen entgangener Einnahmen bereits die jetzt bestätigte Summe zuerkannt.

Heras war von seinem damaligen Liberty Seguros-Team entlassen worden und musste seine Karriere im Alter von 31 Jahren beenden. Der zunächst aberkannte vierte Vuelta-Gesamtsieg wurde Heras Ende 2012 wieder zugesprochen.

Gegen die Gerichtsentscheidung von 2016, in der ihm die Entschädigung zuerkannt worden war, ging der spanische Staat in Berufung. Mit einer Entscheidung darüber war nicht vor 2018 gerechnet worden.

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