RSN-Rangliste, Platz 15: Lukas Pöstlberger

Der Giro-Coup war kein Zufall

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Lukas Pöstlberger (Bora-hansgrohe) ist der erste österreichische Etappensieger und Träger des Rosa Trikots in der Giro-Geschichte. | Foto: Cor Vos

07.12.2017  |  (rsn) – Den 5. Mai 2017 wird Lukas Pöstlberger (Bora-hansgrohe) noch lange in Erinnerung behalten. Mit einer Überraschungsattacke auf dem Schlusskilometer sicherte sich der Österreicher zum Auftakt des 100. Giro d’Italia in Olbia den Etappensieg und damit auch das Rosa Trikot der ersten großen Rundfahrt des Jahres. "Das war einfach ein Wahnsinns-Erlebnis, besonders dann die 2. Etappe in Pink zu fahren, das werde ich nie vergessen“, kommentierte Pöstlberger gegenüber radsport-news.com den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere.

Doch nicht nur beim Giro, wo er auf der 6. Etappe nochmals Dritter wurde, zeigte der 25-Jährige famose Leistungen, auch bei den Klassikern war der Eintagespezialist schnell unterwegs. Rang fünf beim E3 Prijs und Platz 15 bei Dwars door Vlaanderen belegten Pöstlbergers Vielseitigkeit.

In der zweiten Saisonhälfte wurde es deutlich ruhiger um den Österreichischen Staatsmeister des Jahres 2012, der im Juni in Greiz bei den nationalen Titelkämpfen Zweiter hinter seinem Teamkollegen Gregor Mühlberger wurde und im Zeitfahren Platz drei belegte. Im August reichte es bei einem seiner letzten Renneinsätze des Jahres noch zu einem elften Platz beim französischen Klassiker GP Plouay.

Alles in allem war Pöstlberger mit seinen Auftritten 2017 "mehr als zufrieden. Mit meinen weiteren Leistungen, auch etwa bei der WM (Rang 22 im Straßenrennen, d. Red.), habe ich gezeigt, dass mein Giro-Erfolg kein Zufall war“, so Oberösterreichs Sportler des Jahres, dessen Bekanntheitsgrad in der Heimat zwar deutlich gestiegen ist. "Es ist aber nicht so, dass ich mich nicht mehr frei bewegen kann, weil jeder ein Autogramm will“, fügte Pöstlberger an.

In seiner nun anstehenden dritten Saison bei Bora-hansgrohe, die er mit Starts bei der Mallorca Challenge, der Murcia- und der Algarve-Rundfahrt beginnen wird, will sich Pöstlberger zunächst in den Dienst von Weltmeister Peter Sagan stellen. "In der ersten Saisonhälfte werde ich mit Peter bei den Klassikern im Einsatz sein, da gilt es, ihn zu unterstützen. Aber ich will bereit sein und meine Chance nutzen, wenn ich sie bekomme“, kündigte er an.

 

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