Van Alphen vor Superprestige-Gesamtsieg

Fouquenet in Gullegem souverän, 18-jährige Carrier Dritte

Von Felix Mattis

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Amandine Fouquenet (Pauwels Sauzen – Altez Industriebouw) war schon in Heusden-Zolder in der Superprestige-Serie erfolgreich. | Foto: Cor Vos

03.01.2026  |  (rsn) - Amandine Fouquenet (Pauwels Sauzen – Altez Industriebouw) hat in Gullegem den vorletzten Lauf der Superprestige Cyclocross-Serie 2025/2026 gewonnen und den ersten Sieg im Trikot ihres neuen Teams gefeiert. Die Französische Meisterin dominierte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einsetzendem Schneefall von Beginn an das Rennen, musste aber über die gesamte Distanz Gas geben, um Marion Norbert Riberolle (Crelan – Corendon) auf Distanz zu halten.

Die Belgische Meisterin wurde mit neun Sekunden Rückstand Zweite. Platz drei ging an die 18-jährige Kanadierin Rafaelle Carrier (Nationalteam / + 0:11), die erst auf den letzten Metern an die Superprestige-Gesamtführende Aniek van Alphen (Seven Racing / + 0:16) herangekommen war und die Niederländerin schließlich absprintete. Carrier hatte im vergangenen Jahr das Juniorinnen-Rennen in Gullegem gewonnen.

Platz fünf ging an die Britin Zoe Bäckstedt (Canyon – SRAM – zondacrypto / + 0:27) vor den Französinnen Line Burquier (Trinity Racing / + 0:28) und Hélène Clauzel (Team Ekoi / + 0:36) sowie der Schweizerin Jolanda Neff (Cannondale Factory Racing / + 1:24), der Italienerin Letizia Borghesi (AG Insurance – Soudal / + 1:51) und der Niederländerin Puck Langenbarg (Fenix – Premier Tech Development / + 2:05). Deutschsprachige Fahrerin stand abgesehen von Neff keine weitere am Start.

Mit ihrem insgesamt dritten Saisonsieg - und nach Heusden-Zolder am 23. Dezember ihrem zweiten in der Superprestige-Serie - rückte Fouquenet in der Gesamtwertung an der in Gullegem fehlenden Inge van der Heijden (Crelan - Corendon / 62 Punkte) vorbei auf den zweiten Rang. Die Französin hat nun 76 Punkte auf dem Konto und damit sieben Zähler Rückstand auf van Alphen (83), der beim Saisonfinale am 7. Februar in Middelkerke ein siebter Platz reichen wird, um die Serie zu gewinnen.

So lief die Superprestige in Gullegem:

Auf nassem Asphalt sprintete Bäckstedt am schnellsten die Startgerade hinunter und aufs Gelände zu. Dort schob sich Fouquenet sofort an ihr vorbei. Gemeinsam mit van Alphen und Neff setzten sie sich in der ersten Runde von der Konkurrenz ab - wobei aber auch Hélène Clauzel (Team Ekoi) und die schlecht gestartete Norbert-Riberolle am Rundenende auf Platz fünf und sechs nur zwei beziehungsweise drei Sekunden zurücklagen.

In der zweiten Runde drückte Fouquenet an der Spitze aufs Tempo und nur Neff konnte der Französischen Meisterin zunächst noch folgen. Dann aber schien die Schweizerin ein Problem mit ihrem Rad zu haben und fiel bis zu den Pits in die nun siebenköpfige Verfolgergruppe zurück. So kam Foquenet mit sieben Sekunden Vorsprung auf das Septett van Alphen, Bäckstedt, Neff, Clauzel, Norbert Riberolle, Line Burquier (Trinity Racing)und Rafaelle Carrier (Nationalteam Kanada) in die dritte der insgesamt sechs Runden.

Nachdem die Französin dann aber selbst einmal die Pits ansteuerte, schlossen van Alphen und Norbert-Riberolle die Lücke zur Spitzenreiterin. Zu dritt begannen sie die vierte Runde fünf Sekunden vor Bäckstedt und Carrier sowie zwölf Sekunden vor Neff, Burquier und Clauzel. Letizia Borghesi (AG Insurance – Soudal) und Puck Langenbarg (Fenix – Premier Tech Development) folgten mit bereits mehr als einer halben Minute Rückstand auf den Plätzen neun und zehn.

Fouquenet die Stärkste, Youngster Carrier mit guter Einteilung

In der vierten Runde schüttelten Norbert-Riberolle und Fouquenet die Gesamtführende van Alphen etwas ab und dahinter konnte auch Bäckstedt der erst 18-jährigen Carrier nicht mehr folgen, die das Tempo der Spitze mitging und am Rundenende nur noch acht Sekunden hinter den beiden Führenden lag. Dafür gingen die Lücken jenseits der Top 5 nun weiter auf: Burquier und Clauzel hatten bereits 25, Neff schon 40 Sekunden Rückstand.

Nun öffnete Fouquenet auch eine Lücke zu Norbert-Riberolle und schüttelte sie ab: Die Französin durchfuhr den Sandbunker auch in Runde fünf komplett, während die Belgische Meisterin dahinter absteigen musste und die Spitzenreiterin endgültig ziehen lassen musste. Van Alphen schloss anschließend zur Belgierin auf und auch Carrier hatte den Podestplatz vor der Schlussrunde noch in Reichweite.

Während an der Spitze die Frau in Blau-Weiß-Rot allein dem Sieg entgegenfuhr, blieb es dahinter bis zum Schluss spannend, weil die Lücken zwischen Norbert Riberolle, van Alphen und Carrier im Ziehharmonika-Modus größer und kleiner wurden. Am Ende aber war die Belgische Meisterin bei einsetzendem Schneefall die Stärkste des Trios und wurde Zweite, während die 18-jährige Carrier aber auf den letzten Metern noch an van Alphen herankam und vorbeisprintete.

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