RSNplusArdennenwoche mit nur zwei Rennen

Schachmann zufrieden mit dem Pijl und “bereit für mehr“

Von Kevin Kempf

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Nach 18 Tagen Pause konnte Maximilian Schachmann in Beersel wieder Autogramme verteilen. | Foto: Cor Vos

18.04.2026  |  (rsn) – Mit der 1 auf dem Rücken trat Maximilian Schachmann (Soudal – Quick-Step) beim Brabantse Pijl (1.Pro) an, mit Platz 13 im Hügelsprint eines dezimierten Feldes läutete er in Overijse die Ardennenwoche ein. Die wird für den gebürtigen Berliner allerdings nur aus zwei Rennen bestehen, denn beim Flèche Wallonne (1.UWT) am Mittwoch wird entgegen der vorläufigen Startlisten nicht am Start stehen, wie Schachmann RSN verriet.

Die Nummer des Titelverteidigers trug er beim Pfeil von Brabant auch nicht, weil er das Rennen 2025 gewonnen hatte. Damals hatte sein damaliger Teamkollege Remco Evenepoel den Ardennenklassiker für sich entschieden. Da dessen neuer Arbeitgeber Red Bull – Bora – hansgrohe aber auf einen Einsatz in Belgien verzichtete, führte Soudal die Startliste an – und ganz oben stand Schachmann.

Das hieß aber nicht, dass er der Kapitän war. “Ich war Helfer für (Andrea) Raccagni und (Pascal) Eenkhoorn. Nach der langen Pause mussten wir erst mal schauen, wie die Form ist“, erklärte Schachmann und fügte an: “Ich bin mit dem Auftakt zufrieden und bereit für mehr."

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Die beiden Gelegenheitskapitäne hatte er in Overijse hinter sich gelassen. Als die Besten des Tages an den Hügeln davonstiefelten, war aber keiner der Soudal-Fahrer dabei. Als das Peloton am Fuße des Schlussanstiegs erneut zusammenlief, bekam das Team eine neue Chance, die Schachmann am besten nutzte.

Mit seinem Teamkollegen Davide Formolo und Jakob Fuglsang stand Maximilian Schachmann 2019 in Lüttich auf dem Podium. | Foto: Cor Vos

Der war am Mittag in Beersel nach 18-tägiger Pause erstmals wieder in den Rennsattel gestiegen. “Mein Frühjahr war nicht sehr reibungslos. Der Sturz bei der Algarve hat mir lange zu schaffen gemacht. Danach noch ein Sturz bei Coppi e Bartali, der mich noch zu einer kurzen Pause gezwungen hat“, blickte Schachmann zurück. Das Amstel Gold Race (1.UWT) am Sonntag wird erst sein fünfter Wettkampf und sein zwölfter Renntag in dieser Saison.

“Die letzten zwei Wochen konnte ich einen kleinen Aufbau machen, wo es bergauf ging und ich werde jetzt versuchen, dieses Momentum ins Rennen zu nehmen“, berichtete der 32-Jährige. Die Ardennenwoche gehört traditionell zu Schachmanns großen Zielen. 2019 beendete er die drei Rennen allesamt in den Top 5, damals wurde er Dritter bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.UWT), das Podium schaffte er auch 2021 als Dritter beim Amstel.

Den umstrittenen Zielfoto-Entscheid beim Amstel 2021 war Maximilian Schachmann (Mitte) hautnah dabei. | Foto: Cor Vos

Ein ähnliches Resultat scheint nach dem Brabantse Pijl und wegen des schwierigen Frühjahrs zunächst nicht wahrscheinlich. “Die kommenden Rennen haben noch mal eine andere Charakteristik“, meinte Schachmann aber. Und damit hat er Recht, denn das Amstel ist nicht nur länger als der Pijl, seine Anstiege sind es auch. Zum Abschluss der Ardennenwoche in Lüttich setzt sich dieser Trend zumindest bezüglich der Länge der Steigungen noch mal fort. Dort sind es dann bei fast gleicher Distanz wie beim Amstel allerdings auch nur elf statt 33 Anstiege.

Nach dem Abgang von Evenepoel hat Soudal weder beim Amstel noch beim Lüttich einen Favoriten in seinen Reihen. Neben Raccagni und Eenkhoorn werden am Sonntag auch Mauri Vansevenant und Ilan Van Wilder, die zuletzt im Baskenland aktiv waren, und Dylan van Baarle, der in Roubaix seinen letzten Einsatz hatte, dabei sein. 

Wer dann der Kapitän sein wird, soll sich zeigen. Auch Schachmann meldete gegenüber RSN Ansprüche an: “Ich hoffe, dass ich das Vertrauen vom Team bekomme. Ich habe alles getan, um in guter Form hier zu sein.“

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