Franzose neuer Gesamtführender in Ungarn

Cosnefroy rettet sich vor den Sprintern ins Ziel, Kanter Dritter

Von Matthias Seng

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Benoit Cosnefroy (UAE – Emirates – XRG) hat die 2. Etappe der Ungarn-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

14.05.2026  |  (rsn) – Während sein Teamkollege Davide Ballerini beim Giro d’Italia den bereits zweiten Etappensieg für XDS – Astana eingefahren hat, verpasste Max Kanter am zweiten Tag der 47. Ungarn-Rundfahrt (2.Pro) seinen zweiten Saisonerfolg knapp.

Beim Ausreißercoup von Benoit Cosnefroy (UAE – Emirates – XRG), der sich nach 205,8 flachen Kilometer zwischen Szarvas und Paks zwei Sekunden vor dem Feld ins Ziel rettete, wurde der 28-jährige Deutsche Dritter, nachdem er sich im Sprint nur dem Franzosen Alexis Renard (Cofidis) hatte geschlagen geben müssen. 

Renards Equipe hatte 25 Kilometer vor dem Ziel das Feld auf der Windkante auseinandergerissen. In der Spitzengruppe waren auch Kanter und Cosnefroy dabei, ehe der Franzose an einer 8-Prozent-Rampe rund 13 Kilometer vor dem Ziel überraschend attackierte und eine neue Spitzengruppe initiierte. Trotz eines Vorsprungs von rund 20 Sekunden kam das Feld, in dem sich nun auch wieder Kanter befand, im Finale aber wieder an die Ausreißer heran.

Auf dem Schlusskilometer zog der starke Cosnefroy dann vom Hinterrad von Mike Teunissen (XDS – Astana) davon und behauptete sich knapp vor den Verfolgern, um seinen zweiten Saisonsieg einzufahren, mit dem er auch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden von Auftaktsieger Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) übernahm. Für den Belgier langte es auf der 2. Etappe nur zu Rang sechs.

Im Gesamtklassement liegt Cosnefroy nun vier Sekunden vor dem Dänen Kristian Egholm (Lidl – Trek) und derer sechs vor Merlier. Der Auftaktfünfte Kanter behauptete Rang acht (+0:12) und ist hinter Merlier und Cosnefroy Dritter der Punktewertung. Edoardo Zamberini (Cofidis) gewann den ersten Bergpreis dieser Ungarn-Rundfahrt und übernahm damit das Bergtrikot.

Das Streckenprofil der 2. Etappe der Ungarn-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

Dabei kam der 23. Sieg in der Profikarriere des U23-Weltmeisters von 2017 eher unverhofft. “Die ursprüngliche Idee war, den Sprint für Sebas Molano anzufahren; doch ich blieb vorne bei Vegard (Stake Laengen), und Cofidis begann, sehr hart zu arbeiten. Wir haben uns mit dem Team daran beteiligt. Für mich war das eine gute Gelegenheit, um den Sieg mitzukämpfen; am Anstieg habe ich dann aber die Führung übernommen und versucht, mich abzusetzen“, beschrieb Cosnefroy auf der UAE-Homepage die vorentscheidenden Szenen, die letztlich den Sprinterteams den Plan verhagelten.

“Im Finale hatte ich keine besonders guten Beine, aber Rui (Oliveira) hat hervorragend für mich gearbeitet; 600 Meter vor dem Ziel blickte ich mich noch einmal um. Ich sah das Feld, und so beschloss ich, anzugreifen und einfach mal zu schauen, was passiert“, so der 30-Jährige, der von der Verfolgern nicht mehr gestellt wurde. “Letztendlich ist es ein fantastischer Sieg für mich, und ich freue mich riesig für das Team. Es arbeitet jeden Tag für mich, und dieser Sieg gehört uns allen“, fügte Cosnefroy an.  

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